Fonds vs. ETF: Warum du mit ETFs oft besser fährst

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Fonds vs. ETF: Was ist eigentlich der Unterschied?

Viele von euch waren sich unsicher: Was unterscheidet einen Fonds von einem ETF? Hier die knackige Antwort:

Fonds (aktiv)

ETF (passiv)

Wird von Manager:innen aktiv verwaltet

Bildet einen Index 1:1 ab

Höhere Kosten (oft >1%)

Geringe Kosten (meist <0,5%)

Ziel: Markt schlagen

Ziel: Markt abbilden

Weniger transparent

Sehr transparent

Oft Ausgabeaufschlag

Kein Ausgabeaufschlag

Was ist die TER?
Die Total Expense Ratio (TER) ist die Gesamtkostenquote eines Fonds oder ETFs pro Jahr. Sie gibt an, wie viel Prozent deines investierten Kapitals jährlich für Verwaltung und Management abgezogen werden.

Zitat aus der Community:
„ETFs bilden einen Index und sind eher passiv. Fonds werden aktiv gemanagt.“ – Lea, Traumdefinition!

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Praxis-Check: DWS Top Dividende vs. ETF

Wir haben den beliebten DWS Top Dividende Fonds mit zwei ETFs verglichen:

Produkt

Rendite 2017–2024

Kosten p.a.

Fondsvolumen

Dividendenrendite

Ausschüttung

DWS Top Dividende (Fonds)

45 %

1,45 %

18 Mrd. €

3,5–4 %

1x/Jahr (Dez)

WisdomTree Global Quality Dividend ETF

110–115 %

0,38–0,4 %

300–600 Mio. €

2–2,5 %

4x/Jahr

Fidelity Global Quality Income ETF

110–115 %

0,38–0,4 %

300–600 Mio. €

2–2,5 %

4x/Jahr

Fazit:
ETFs liefern oft die bessere Performance – und das bei deutlich geringeren Kosten. „Selbst 1–2 % Unterschied bei den Kosten machen nach 20 Jahren tausende Euro aus!“

Kostenfalle Fonds: Warum Berater trotzdem Fonds empfehlen

Viele Bankberater empfehlen weiterhin Fonds – warum? Ganz einfach: Sie verdienen daran. Die Kostenquote bei Fonds ist oft mehr als dreimal so hoch wie bei ETFs. Und: Viele Berater sind selbst nicht besser informiert.

Laut einer Studie von Morningstar schaffen es nur wenige aktiv gemanagte Fonds, ihren Vergleichsindex langfristig zu schlagen.

Zitat:
„Wenn du hart für dein Geld arbeitest und das Beste rausholen willst, überleg dir zweimal, ob du in aktiv gemanagte Fonds investierst.“

Mischfonds, Risiko & der große Rendite-Killer

Mischfonds werden oft als „sicher“ verkauft, weil sie neben Aktien auch Staatsanleihen enthalten. Klingt erstmal gut, killt aber langfristig deine Rendite. Für junge Anleger:innen gilt: Je länger der Anlagehorizont, desto mehr solltest du auf Aktien setzen.

Risiko-Check:

  • Schwankungen (Volatilität) gehören dazu – Crashes sind normal!
  • Wer 30 Jahre investiert, erlebt mehrere Crashes, aber langfristig gewinnt der Markt.
  • Mischfonds lohnen sich nur, wenn du bald Geld brauchst – für alle anderen: Finger weg!

ETF-Strategie: Einfach, günstig, transparent

ETFs sind die moderne Antwort auf verstaubte Fonds. Sie bilden Indizes wie den MSCI World, MSCI Emerging Markets oder den All Country World Index ab. Du kannst mit nur einem ETF global investieren – oder mit drei ETFs die Gewichtung selbst bestimmen.

Transparenz-Hinweis:
Wir investieren selbst in ETFs und berichten aus eigener Erfahrung. Wir erhalten keine Provisionen für die Nennung bestimmter Produkte.

ETF-Vorteile auf einen Blick:

  • Geringe Kosten (meist <0,5 %)
  • Kein Ausgabeaufschlag
  • Maximale Transparenz
  • Breite Streuung
  • Einfacher Sparplan möglich

So entwickelt sich dein Investment von 10.000 € in 20 Jahren:

Produkt

Durchschnittliche Rendite p.a.

Endbetrag nach 20 Jahren

ETF (z.B. MSCI World)

7,8 %

44.000 €

Fonds (aktiv)

5–6 %

26.000–32.000 €

1–2 % Kostenunterschied = mehrere tausend Euro weniger für dich!

Community-Tipp & Fazit

  • Achte auf die Kostenquote – sie entscheidet über deinen langfristigen Erfolg!
  • Lass dich nicht von „Sicherheitsversprechen“ blenden – langfristig zählt Rendite.
  • ETFs sind für die meisten die bessere Wahl: günstig, transparent, flexibel.
  • Wenn du Beratung willst, prüfe die Kosten und vergleiche immer mit ETFs.

„Durch euren Podcast habe ich endlich verstanden, warum ETFs für mich als Berufseinsteigerin sinnvoller sind als teure Fonds.“
– Noah, Hörer

„Wer nicht investiert, verliert. Wer mitmacht, gewinnt nicht nur Wissen, sondern auch eine starke Community.“

Wir beantworten deine Fragen

Häufige Fragen

Ein Fonds wird aktiv von einem Fondsmanager verwaltet, während ein ETF passiv einen Index abbildet. ETFs sind meist günstiger und transparenter.

Fonds haben Managementgebühren, Ausgabeaufschläge und oft versteckte Kosten. ETFs sind passiv und dadurch deutlich günstiger.

Für junge Anleger mit langem Anlagehorizont sind Mischfonds meist nicht sinnvoll, da sie die Rendite durch den Anleiheanteil langfristig schmälern.

Achte auf die Kostenquote der empfohlenen Produkte und frage gezielt nach ETFs. Unabhängige Beratung erkennt man an transparenten Empfehlungen ohne versteckte Provisionen.

Schon 1–2 % höhere Kosten können über 20 Jahre mehrere tausend Euro Unterschied machen – das schmälert deine Rendite massiv.

Ein Ausgabeaufschlag ist eine Gebühr beim Kauf von Fonds, die du bei ETFs meist nicht hast. Kaufst du Fonds selbst über einen günstigen Broker, kannst du diese Gebühr oft umgehen.

Das ist unterschiedlich: Viele ETFs schütten quartalsweise aus, klassische Fonds oft nur einmal im Jahr. Die Regelmäßigkeit kann für deinen Cashflow entscheidend sein.

Langfristig schneiden ETFs  meist besser ab, da sie günstiger und breiter gestreut sind.

Ja, das ist möglich. Für die meisten Privatanleger ist aber ein reines ETF-Portfolio oft die einfachere und günstigere Lösung.

Langfristig investiert zu bleiben und regelmäßig zu sparen ist die beste Strategie. Schwankungen gehören dazu und bieten sogar Chancen.

Infos zur Episode

Shownotes

Warum aktiv gemanagte Fonds verlieren | ETF Vergleich für Anfänger (2025) Willkommen bei Investier oder Verlier – deinem Podcast für smarte Geldentscheidungen! Fonds oder ETF? In dieser Folge erfährst du, warum aktiv gemanagte Fonds für Anfänger und Fortgeschrittene in Deutschland, Österreich und der Schweiz oft eine schlechte Wahl sind und wie du mit ETFs, niedrigen Kosten und passivem Investieren langfristig mehr Vermögen aufbaust. Wir vergleichen Fonds und ETFs, zeigen dir Kostenfallen, Depot-Tipps und echte Praxisbeispiele. Du lernst, worauf du bei Bankberatern achten solltest, wie Mischfonds funktionieren und warum Gebühren entscheidend für deinen finanziellen Erfolg sind. Finanzbildung für alle im DACH-Raum – verständlich, motivierend und praxisnah. Investieren lernen, Kosten sparen und selbstbestimmt handeln – egal ob Einsteiger oder Profi. Schreib uns deine Meinung oder Fragen in die Kommentare, abonniere den Kanal und aktiviere die Glocke, um keine Folge zu verpassen!

Laura und Lukas sprechen offen darüber, warum Bankberater:innen so gerne Fonds verkaufen, was es mit dem berühmten Risikofragebogen auf sich hat und wie du als junge:r Anleger:in wirklich das Beste aus deinem Geld machst.

Außerdem neu: Unsere Rubrik „Investment aus dem Alltag“ – heute mit Apple! 🍏

Hättest du vor 10 Jahren 1.000 € in Apple investiert, wären daraus heute über 6.000 € geworden. Verrückt, oder? 😲

Kapitelübersicht:

Klicke direkt auf die Minute und springe zum jeweiligen Videoabschnitt.

0:00 Intro

0:57 Investment aus dem Alltag: Apple Aktie

1:47 Unsere Frage – Eure Antwort

4:47 Hohe Dividende – Hohe Gewinne – DWS TOP Dividende

10:11 Warum gibt es aktive Fonds?

13:32 Problem: Risikoeinschätzung

20:58 Fonds & ETFs selber kaufen – Berater notwendig?

24:10 Fonds & ETFs im Vergleich: Wer schneidet besser ab?

27:20 Börsencrash – Angst – Panik – Gier – Sneak Peak Episode #8

Disclaimer:
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Meinungen und Tipps sind die persönlichen Ansichten von den Autoren und sollten nicht als Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten verstanden werden. Jede Investition birgt Risiken, bis hin zum Totalverlust. Bitte informiere dich umfassend und hole gegebenenfalls professionellen Rat ein, bevor du Anlageentscheidungen triffst.

Über die Autoren:
Laura Podleska und Lukas Beisswenger sind die Stimmen hinter dem Podcast #investieroderverlier. Beide investieren selbst und haben zahlreiche Finanzprodukte getestet und machen Finanzen endlich verständlich, ehrlich und unterhaltsam. Ihr Ziel: Junge Menschen motivieren, ihre Geldanlage selbst in die Hand zu nehmen – ohne Fachchinesisch, aber mit Klartext und Community-Power.

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