Greg Hands: Wie du als Anfänger richtig investierst – die 3 Grundregeln des Ex-Handelsministers

Greg Hands im Interview mit Investier oder Verlier beim Börsen- und Anlegertag

Greg Hands: Wie du als Anfänger richtig investierst – die 3 Grundregeln des Ex-Handelsministers

Stand: Mai 2026 · Lesedauer: ca. 9 Minuten · Autoren: Laura Podleska & Lukas Beißwenger


13 Jahre britischer Regierungsminister. Viermal Handelsminister. Heute strategischer Berater einer der größten privaten Investorengruppen Europas. Wenn ein Mann mit dieser Vita Privatanlegern erklärt, wie sie richtig investieren als Anfänger angehen sollten, lohnt sich das Zuhören – auch wenn der Name Greg Hands in Deutschland weniger geläufig ist als in London.

Auf einem Börsen- und Anlegertag hat Lukas von Investier oder Verlier mit Hands gesprochen – das erste englischsprachige Interview in der Podcast-Geschichte. Das Gespräch liefert keine Hype-Tipps, keine 10-Bagger-Versprechen und kein Marketing-Geschwätz. Sondern einen ruhigen, klaren Einsteiger-Fahrplan eines Mannes, der weiß, wie Großinvestoren wirklich denken.

In diesem Artikel bekommst du Greg Hands’ drei wichtigste Regeln für Anfänger – plus die Insider-Logik seines Chefs Daniel Kretinsky, die du direkt in dein eigenes Depot übersetzen kannst. Vorab der Hinweis: Das hier ist keine Anlageberatung, sondern finanzielle Bildung.

⭐ Auf einen Blick

  • Greg Hands rät Einsteigern zu einem konservativen Start – über einen DAX-Fonds oder einen globalen Aktien-Indexfonds.
  • Trading hält Hands für Privatanleger für aussichtslos: Kleinanleger werden gegen Profis „plattgemacht“.
  • Sein Leitprinzip: Investiere ausschließlich in das, was du wirklich verstehst.
  • Hands’ Arbeitgeber, die EP Group, investiert in Deutschland konzentriert in Energie, Retail und Logistik – unter anderem ist sie bei Metro engagiert.
  • Hands diente 13 Jahre als britischer Regierungsminister, davon viermal als Handelsminister.

Wer ist Greg Hands – und warum sein Investmentrat Gewicht hat

Greg Hands ist kein klassischer Finanz-Mensch. Keine Karriere bei einer Investmentbank, kein Hedgefonds, kein YouTube-Kanal. Sein Profil ist anders: Politik, Sprachen, Trading-Floor-Erfahrung – und heute die Beratung einer Großinvestoren-Holding.

Vom Zufalls-Amerikaner zum Westminster-Schwergewicht

Geboren in New York, weil seine Eltern in den 1960er Jahren in den Vereinigten Staaten arbeiteten – sein Vater in der Verteidigungselektronik, seine Mutter als Lehrerin. „Wirklich zufällig“, sagt Hands über seinen amerikanischen Geburtsort. In der Schule entdeckte er seine Leidenschaft für Fremdsprachen und reiste schon als Teenager nach Frankreich und Deutschland.

Seine Sprachkenntnisse haben ihn früh geprägt. Hands gehört zu den jüngsten Menschen, die noch als Erwachsene die DDR erlebt haben. Er reiste in den späten 1980er Jahren in die DDR und in die damalige Tschechoslowakei – und sprach dort mit Bürgern über das Leben unter dem Kommunismus. „Was ich gehört habe, hat mir nicht gefallen“, erzählt er. Diese Erfahrung war für ihn politisch formend.

Greg Hands diente 13 Jahre als britischer Regierungsminister – darunter viermal als Handelsminister. Außerdem war er Energieminister, Stellvertretender Finanzminister, Vorsitzender der Conservative Party und Government Deputy Chief Whip. 19 Jahre vertrat er den Wahlkreis Chelsea and Fulham im britischen Parlament. Eine seltene Konstellation: Hands diente unter allen fünf konservativen Premierministern.

Heute Berater einer der größten privaten Investorengruppen in Deutschland

Nach dem Ende seiner Parlamentskarriere wechselte Hands auf die Investorenseite. Heute berät er die EP Group – einen tschechischen Konglomerat, der laut seiner eigenen Aussage zu den größten privaten Investoren in Deutschland zählt. Drei Sektoren stehen im Fokus: Energie, Retail und Logistik. In Deutschland ist die EP Group unter anderem bei Metro engagiert und hält bedeutende Energieinfrastruktur. „Wir mögen den deutschen Markt“, sagt Hands. „Und wir werden weiter in Deutschland investieren.“

Diese Doppel-Rolle macht ihn interessant: Er kennt die Makro-Ebene aus 13 Jahren Regierungsarbeit – Handel, Energie, Staatshaushalt. Und er kennt die Mikro-Ebene aus dem Trading-Floor sowie heute aus der Investmentlogik einer milliardenschweren Holding. Genau diese Kombination liefert eine Perspektive, die Privatanleger sonst selten zu hören bekommen.

Greg Hands’ wichtigster Rat: Konservativ einsteigen statt Hypes hinterherjagen

Wenn Hands jemandem zum richtig investieren als Anfänger rät, kommt kein Influencer-Vokabular. Kein „Krypto-Moonshot“, kein „die nächste Tesla“. Sein erster Satz ist nüchtern – und genau deshalb so wertvoll.

„Ich würde ziemlich konservativ einsteigen. Ich würde nicht Bitcoin oder den neuesten Tech-Aktien hinterherrennen. Ich würde etwas ganz Normales kaufen – einen DAX-Fonds oder einen globalen Aktien-Indexfonds –, einfach um mich daran zu gewöhnen.“

(Original Englisch: „I would start investing quite conservative. I wouldn’t sort of run after Bitcoin or the latest tech stocks. I would buy something just to get used to it – something pretty regular like a DAX fund or a global equity index fund.“)

— Greg Hands, Strategischer Berater EP Group, im Podcast Investier oder Verlier (Börsen- und Anlegertag)

Was Greg Hands Einsteigern konkret empfiehlt

Drei Wörter aus diesem Zitat sind entscheidend: „konservativ“, „normal“, „gewöhnen“. Hands plädiert nicht für Sparbuch oder Tagesgeld – das wäre für ihn als ehemaligen Handels- und Energieminister zu schwach. Er plädiert für ein breit gestreutes, ruhiges Einstiegsprodukt, das den Privatanleger erstmal mit dem Auf und Ab des Kapitalmarkts vertraut macht. Erst gewöhnen, dann ausbauen – das ist die Reihenfolge.

Genau deshalb warnt er vor Bitcoin und Tech-Aktien als Einsteiger-Investments. Nicht, weil er Kryptowährungen oder Technologie ablehnt – sondern weil beide für einen Einsteiger zu volatil und zu schwer einzuschätzen sind. Wer ohne Erfahrung mit hoher Volatilität startet, riskiert, beim ersten Drawdown panisch zu verkaufen und mit einem dauerhaft schlechten Bauchgefühl zum Thema Aktien zurückzubleiben.

DAX-Fonds vs. globaler Aktien-Indexfonds – was ist der Unterschied?

Hands nennt zwei konkrete Produktkategorien. Beide sind klassische Indexfonds, also passive Fonds, die einen Marktindex eins zu eins nachbilden – das macht sie günstig und transparent. Damit du beide einordnen kannst, hier die Kurzdefinitionen:

📘 Was ist ein DAX-Fonds?

Ein DAX-Fonds bildet den deutschen Leitindex DAX ab – die 40 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands. Wer einen DAX-Fonds kauft, investiert in einem Schritt in die deutsche Industrie- und Konzernelite, zahlt dafür aber den Preis einer geringen geografischen Streuung.

📘 Was ist ein globaler Aktien-Indexfonds?

Ein globaler Aktien-Indexfonds – bekannte Vertreter folgen Indizes wie dem MSCI World oder FTSE All-World – bildet hunderte bis tausende Aktien aus den Industrieländern weltweit ab. Damit ist die Streuung über Branchen, Währungen und Länder deutlich breiter als bei einem reinen DAX-Investment.

Welcher Einstieg passt besser? Das hängt von deinem Ziel ab. Wer maximalen Heimatbezug will, greift zum DAX-Fonds. Wer Streuung über die Weltwirtschaft sucht, fährt mit einem globalen Aktien-Indexfonds tendenziell ruhiger. Hands nennt beide ausdrücklich – als gleichberechtigte Optionen, um sich erstmal an das Investieren zu gewöhnen.

„Don’t become a trader“ – warum Privatanleger im Trading verlieren

Hands’ zweiter Rat ist noch deutlicher. Und er widerspricht dem, was viele Social-Media-Posts Anfängern täglich versprechen.

„Werde kein Trader. Denn als kleiner Anleger wirst du von den Großen plattgemacht. Investiere langfristig.“

(Original Englisch: „Don’t become a trader. Because if you’re a small guy or a small woman, you’ll get flattened by the big people. So invest for the long term.“)

— Greg Hands, Strategischer Berater EP Group, im Podcast Investier oder Verlier (Börsen- und Anlegertag)

Die strukturelle Unterlegenheit von Kleinanlegern

Hands erwähnt im Interview, dass er selbst Trading-Floor-Erfahrung mitbringt. Das macht den Satz heftiger: Hier sagt jemand, der das Geschäft kennt, dass Privatanleger als Trader chancenlos sind. Der Grund ist strukturell. Institutionelle Investoren haben bessere Daten, schnellere Ausführung, niedrigere Kosten und ganz andere Risikobudgets als du auf der Couch.

Sich gegen diese Gegner mit Wochenend-Strategie und Smartphone-Broker positionieren zu wollen, ist aus Hands’ Sicht ein Verliererspiel. „Du wirst plattgemacht“ – das ist seine persönliche Einschätzung, formuliert mit der Direktheit, die nur jemand wagt, der nichts mehr zu verkaufen hat. Sein Rat richtet sich ausdrücklich an „den kleinen Mann oder die kleine Frau“, also an Privatanleger ohne Marktinfrastruktur.

Konkret heißt das: Wenn du als Privatperson eine Order über deinen Smartphone-Broker absetzt, durchläuft dein Auftrag mehrere Stationen, bevor er ausgeführt wird. In dieser Zeit haben institutionelle Algorithmen den Markt längst bewegt. Hinzu kommen Spreads, Ordergebühren und steuerliche Friktionen, die bei häufigem Handel deine Rendite Schicht für Schicht abtragen. Genau diese strukturelle Reibung meint Hands, wenn er sagt, dass Privatanleger im Trading verlieren – nicht weil sie dumm sind, sondern weil das System nicht für sie gebaut ist.

Langfristig investieren als realistische Strategie

Stattdessen plädiert Hands für den Zeithorizont als wichtigste Waffe des Privatanlegers. Langfristig investieren ist für ihn keine Stilfrage, sondern eine Notwendigkeit. Wer als Kleinanleger gegen Profis im Sekundentakt nicht gewinnen kann, muss das Spielfeld wechseln: weg vom Trading-Zeitfenster, hinein in einen Anlagehorizont, in dem die Großen ihren strukturellen Vorteil verlieren.

Das ist auch der Punkt, an dem ein DAX-Fonds oder globaler Aktien-Indexfonds seine Stärke ausspielt: Über viele Jahre gehalten, glättet sich die kurzfristige Volatilität, und der Anleger profitiert vom langfristigen Wachstum der Realwirtschaft – ohne ständige Handelsentscheidungen treffen zu müssen.

Das Kretinsky-Prinzip: Investiere nur in das, was du verstehst

Der dritte Rat ist der, mit dem Hands den größten Insider-Einblick liefert. Hier erklärt er, wie sein Chef Daniel Kretinsky bei der EP Group entscheidet – und überträgt das Prinzip direkt auf Privatanleger.

„Es ist immer besser, in etwas zu investieren, das man versteht. Mein Chef Daniel Kretinsky kauft sich in Energie, Retail und Logistik ein – also in Dinge, die er versteht. Wenn er etwas nicht versteht, fasst er es nicht an.“

(Original Englisch: „It’s always better to invest in something you understand. My boss, Daniel Kretinsky, when he buys into energy, into retail, into logistics – he buys stuff that he understands. If he doesn’t understand it, he won’t touch it.“)

— Greg Hands, Strategischer Berater EP Group, im Podcast Investier oder Verlier (Börsen- und Anlegertag)

Wie Daniel Kretinsky bei der EP Group investiert

Die EP Group hat laut Hands genau drei Investment-Sektoren: Energie, Retail und Logistik. Bitcoin? Nein. KI-Aktien? Nein. Biotech? Nein. Daniel Kretinsky, einer der vermögendsten Privatinvestoren Europas, beschränkt sich bewusst auf Industrien, in denen seine Holding über Jahrzehnte Expertise aufgebaut hat. „Was er nicht versteht, fasst er nicht an“ – einfacher kann eine Investmentphilosophie kaum formuliert sein.

Was auf den ersten Blick wie eine konservative Selbstbeschränkung wirkt, ist in Wirklichkeit ein Wettbewerbsvorteil. Wer eine Branche tief versteht, erkennt schneller, ob ein Asset wirklich unterbewertet ist – und macht weniger Fehler, weil er die wahren Risiken kennt. Das ist das Gegenteil davon, ständig zwischen Trend-Sektoren zu springen.

So setzt du den Circle of Competence im Depot um

Genau dieses Prinzip lässt sich auch im Privatdepot umsetzen – und es überschneidet sich auffallend mit dem, was Investorenlegende Warren Buffett als „Circle of Competence“ bezeichnet. Die Regel lautet: Investiere nur in Unternehmen, Branchen oder Produkte, die du in zwei Sätzen einem Freund erklären könntest.

Praktisch heißt das: Bevor du eine Einzelaktie kaufst, frage dich, ob du das Geschäftsmodell erklären kannst, ob du verstehst, wie das Unternehmen Geld verdient, und ob du das größte Risiko benennen kannst. Wenn nicht: Lass es. Greift man stattdessen zu einem breit gestreuten globalen Aktien-Indexfonds, verlagert man die Branchenkenntnis quasi auf den Markt – und gewinnt dadurch Diversifikation, ohne im Detail-Wissen unter Druck zu stehen. Beide Wege sind legitim. Was Hands ausschließt: zwischen ihnen zu pendeln und am Ende in Dinge zu investieren, die man nicht durchschaut.

Was Privatanleger aus der EP-Group-Strategie lernen können

Bleiben wir kurz bei Hands’ Arbeitgeber – nicht aus Werbegründen, sondern weil hier ein konkretes Beispiel sektor-fokussierten Langfrist-Investierens vorliegt, von dem Privatanleger lernen können.

Sektor-Fokus statt Trend-Streuung

Die EP Group ist nach Hands’ Worten ein „tschechischer Konglomerat“ mit Kerninteresse an Energie, Retail und Logistik. Diese Bündelung ist keine Schwäche, sondern eine bewusste Entscheidung. In Deutschland ist die Holding bei Metro engagiert und hält Energieinfrastruktur. Solche Beteiligungen erwartet man von einem Investor, der diese Sektoren versteht – nicht von jemandem, der dem nächsten Trend hinterherläuft.

Was lernen Privatanleger daraus? Konzentration schlägt Verzettelung, wenn sie auf Verständnis basiert. Wer mit kleinem Kapital startet, muss nicht jedem Mega-Trend folgen. Wer sich auf zwei oder drei verständliche Sektoren beschränkt – oder, einfacher, auf einen breiten Indexfonds, der diese Aufgabe übernimmt –, fährt häufig ruhiger.

Wichtig ist dabei der Lerneffekt, nicht die exakte Branchenwahl der EP Group. Energie, Retail und Logistik sind ihre Sektoren, weil Kretinsky diese Sektoren versteht. Deine Sektoren können völlig andere sein. Die übertragbare Disziplin ist die Selbstbeschränkung: Lieber drei Bereiche, die du wirklich erklären kannst, als zehn, bei denen du nur Schlagworte aus Wirtschaftsmagazinen wiederholst.

Geduld als Kapital des Kleinanlegers

Großinvestoren wie Kretinsky haben zwei Vorteile, die du nicht hast: Kapital und Branchen-Tiefe. Aber du hast etwas, das ihnen oft fehlt: Zeit. Privatanleger müssen nicht jedes Quartal Renditen liefern, nicht vor Analysten bestehen und nicht zu festen Stichtagen verkaufen. Diesen Vorteil kann Hands nicht ausdrücklich nennen – aber er ist die logische Konsequenz seines „invest for the long term“.

Fazit: Greg Hands’ 3-Punkte-Plan für Anfänger

Greg Hands’ Botschaft an Einsteiger lässt sich in drei Sätzen zusammenfassen. Erstens: Starte konservativ – ein DAX-Fonds oder ein globaler Aktien-Indexfonds ist die unaufgeregte Einstiegswahl. Zweitens: Werde nicht zum Trader, sondern setze auf einen langen Anlagehorizont – als Kleinanleger ist das deine realistische Chance. Drittens: Investiere ausschließlich in das, was du verstehst. Wer diese drei Regeln im Hinterkopf behält, hat Hands’ Insider-Logik bereits internalisiert – und das ohne ein einziges Buch lesen zu müssen.


🧑‍💼 Über den Interviewpartner

NameThe Rt Hon Greg Hands
RolleStrategischer Berater EP Group
UnternehmenEP Group (tschechisches Investorenkonglomerat)
Frühere Rollen4× Minister für Handel (UK), Energieminister, Stellvertretender Finanzminister, Vorsitzender Conservative Party, Government Deputy Chief Whip
Parlamentskarriere19 Jahre Member of Parliament für Chelsea and Fulham
BesonderheitDiente unter allen fünf konservativen britischen Premierministern
SprachenEnglisch (Muttersprache), Deutsch (fließend), Tschechisch (gut)
QuellePodcast „Investier oder Verlier“, aufgezeichnet beim Börsen- und Anlegertag

 


Quellenangabe

Alle direkten Zitate und Aussagen in diesem Artikel stammen aus dem Podcast-Interview „Investier oder Verlier“ mit Greg Hands, aufgezeichnet auf einem Börsen- und Anlegertag.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Die genannten Beispiele, Einschätzungen und Strategien sind allgemeiner Natur und berücksichtigen nicht deine persönliche Situation. Investitionen in Wertpapiere, Fonds, ETFs oder andere Anlagen sind mit Risiken bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals verbunden. Triff deine Entscheidungen eigenverantwortlich.

Laura Podleska & Lukas Beißwenger

Podcast-Hosts von „Investier oder Verlier“

Mission: Investieren verständlich, ehrlich und auf Augenhöhe erklären.


⭐ Das Wichtigste auf einen Blick

⭐ Key Takeaways
1Konservativ starten – mit einem DAX-Fonds oder einem globalen Aktien-Indexfonds.
2Kein Trading als Privatanleger. Gegen institutionelle Profis hast du strukturell keine Chance.
3Langfristiger Anlagehorizont schlägt kurzfristige Hype-Jagd.
4Kretinsky-Prinzip: Nur in das investieren, was du wirklich verstehst.
5Bitcoin und Tech-Aktien sind laut Hands keine Einsteiger-Investments.

Häufige Fragen

Greg Hands ist ein britischer Politiker und heute strategischer Berater der EP Group, eines tschechischen Investorenkonglomerats. Er diente 13 Jahre als britischer Regierungsminister – viermal als Handelsminister, außerdem als Energieminister und Stellvertretender Finanzminister. Insgesamt vertrat er 19 Jahre lang den Wahlkreis Chelsea and Fulham im britischen Parlament und diente unter allen fünf konservativen Premierministern.

Hands empfiehlt einen konservativen Einstieg über breit gestreute, passive Produkte – konkret einen DAX-Fonds oder einen globalen Aktien-Indexfonds. Anfänger sollen sich erst an das Investieren gewöhnen, bevor sie zu volatileren Anlagen wie Bitcoin oder Tech-Einzelaktien greifen. Sein Kernprinzip: erst Verstehen, dann Investieren – und immer langfristig denken.

Aus strukturellen Gründen. Hands sagt, Kleinanleger werden im Trading von den großen institutionellen Investoren „plattgemacht“ – diese haben bessere Daten, schnellere Ausführung und tiefere Taschen. Privatanleger sollten stattdessen mit einem langfristigen Anlagehorizont arbeiten, in dem dieser strukturelle Nachteil verschwindet.

Das Kretinsky-Prinzip lautet: „Investiere nur in das, was du verstehst.“ Daniel Kretinsky, Chef der EP Group, beschränkt seine Investments laut Hands ausdrücklich auf drei Sektoren – Energie, Retail und Logistik. Was er nicht versteht, fasst er nicht an. Hands überträgt dieses Prinzip direkt auf Privatanleger als wichtigste Filterregel im Depot.

Die EP Group investiert laut Greg Hands in drei Sektoren: Energie, Retail und Logistik. In Deutschland ist die Gruppe nach eigener Aussage einer der größten privaten Investoren, hält Energieinfrastruktur und ist beim Handelskonzern Metro engagiert. Die Strategie ist sektor-fokussiert und langfristig – ein klares Gegenmodell zu kurzfristigem Trend-Investing.

Disclaimer:

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Die genannten Beispiele, Einschätzungen und Strategien sind allgemeiner Natur und berücksichtigen nicht deine persönliche Situation.
Investitionen in Wertpapiere, Fonds, ETFs oder andere Anlagen sind mit Risiken bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals verbunden. Triff deine Entscheidungen eigenverantwortlich und informiere dich bei Bedarf zusätzlich, z. B. bei einer unabhängigen Honorarberatung oder Steuerberatung.

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