Stand: Mai 2026 · Lesedauer: ca. 10 Minuten
Zwölf Billionen US-Dollar. Das ist die Größenordnung, die aktuell in KI-Infrastruktur fließt. Wer jetzt überlegt, in KI zu investieren, steht vor einer simplen, aber unbequemen Frage: Setzt du auf die heiße Aktie der Woche – oder baust du dir eine Strategie für die nächsten 15 Jahre? Auf dem Ludwig Erhard Gipfel hat Lukas von Investier oder Verlier mit Stephan Jung gesprochen, CEO der Oventic Group, Zukunftsstratege und Impulsredner mit über 30 Jahren Unternehmer-Erfahrung in 45 Ländern. Seine Antwort ist klar – und sie wird einigen Anlegern nicht gefallen.
Denn Stephan Jung sagt: Frag bitte nicht nach „der Aktie von morgen“. Frag stattdessen, wie du den KI-Sektor übergewichtest, ohne dich jede Woche neu zu sortieren. Dieser Artikel zeigt dir, wie das geht – Sektor statt Einzeltitel, Infrastruktur statt Hype, Weiterbildung als Asset-Klasse.
Interviewpartner
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Name | Stephan Jung |
| Rolle | CEO der Oventic Group |
| Spezialisierung | Zukunftsstratege, Impulsredner |
| Erfahrung | Über 30 Jahre Unternehmer, in 45 Ländern beruflich aktiv |
| Auftritt | Schluss-Keynote „Zukunft ist Entscheidung, keine Prognose“ auf dem Ludwig Erhard Gipfel (Mai 2026) |
| Besonderheit | Versteht sich nicht als Zukunftsforscher, sondern als Zukunftsstratege – Fokus auf konkrete Umsetzung statt rückwärtsgewandte Analyse |
⭐ Auf einen Blick
- KI ist kein Hype, sondern Megatrend – allein 12 Billionen US-Dollar fließen in die KI-Infrastruktur.
- Privatanleger sollten den KI-Sektor übergewichten – breit gestreut über einen gemischten Fonds oder einen thematischen KI-ETF.
- Drumherum-Investments sind der unterschätzte Hebel – Strom, Energie und Rechenzentren profitieren mit.
- Intermediäre stehen vor der Disruption – Reisebüros, Großhändler, Makler und reine Zwischenhändler verlieren ihre Daseinsberechtigung.
- Weiterbildung wird zur Top-Asset-Klasse – Stephan Jung erwartet, dass eines der wertvollsten Unternehmen der Zukunft eine Weiterbildungsplattform sein wird.
Warum KI kein Hype ist – sondern der Megatrend, der gekommen ist, um zu bleiben
„Wir haben ja kein Informationsdefizit, sondern einen Informationsüberfluss. Also ist die Frage: Wie setze ich den richtigen Filter und wie picke ich mir die wichtigen Sachen raus?“
— Stephan Jung, CEO Oventic Group, Ludwig Erhard Gipfel (Mai 2026)
Genau dieser Filter entscheidet, wer beim Thema Künstliche Intelligenz Investment vorne mitspielt – und wer sich in der Nachrichtenflut verirrt. In KI investieren heißt zuerst: verstehen, was Hype ist und was struktureller Wandel.
Ein Hype brennt ein paar Monate wie ein Strohfeuer und ist dann weg. KI verhält sich anders. Sie ist gekommen, um zu bleiben, sie verändert sich schnell – und wir wenden sie täglich an, ohne darüber nachzudenken. Das ist der Unterschied zwischen Modewelle und Megatrend.
Der Weckruf, den die meisten verpasst haben
Stephan Jung erinnert an einen Moment, der eigentlich Geschichte hätte schreiben müssen – und es kaum getan hat: Vor fast dreißig Jahren verlor der Schachweltmeister Garry Kasparow erstmals gegen einen Schachcomputer. Eine Maschine schlug den besten Menschen seines Fachs.
„Das war eigentlich die Stunde, der Weckruf, wo man hätte sagen müssen: Achtung, da wird was kommen“, sagt Stephan Jung. Die meisten haben ihn überhört. Heute überrascht uns KI scheinbar über Nacht – dabei kündigt sie sich seit Jahrzehnten an.
Die Lehre für Anleger: Megatrends entstehen nicht plötzlich. Sie laufen lange im Hintergrund und werden erst sichtbar, wenn die ersten Renditen schon kassiert sind. Wer jetzt einsteigt, ist nicht zu spät – aber er sollte sich nicht einreden, dass „die echte Welle“ noch kommt. Sie läuft seit Jahren.
12 Billionen US-Dollar in KI-Infrastruktur – die Dimension des Megatrends
Zwölf Billionen US-Dollar Investment in KI-Infrastruktur. Diese Zahl ist im Kontext des Interviews der Aufhänger – und sie zeigt, warum der KI-Sektor übergewichten mehr ist als eine clevere Trader-Phrase.
Diese Summe fließt nicht nur in Rechenzentren und Chip-Fabriken. Sie fließt in alles, was KI braucht, um zu funktionieren: Strom, Kühlung, Glasfaser, Stromnetze. Wer in KI investieren will, sollte das große Bild sehen – nicht nur die fünf bekanntesten Tech-Namen.
Quelle: Interview mit Stephan Jung, CEO Oventic Group, geführt auf dem Ludwig Erhard Gipfel (Mai 2026).
In KI investieren als Privatanleger: Den Sektor übergewichten statt Einzelaktien-Roulette
Wer wissen will, welche KI-Aktien kaufen sich gerade lohnt, bekommt von Stephan Jung eine ehrliche Antwort: Bitte frag nicht. Nicht weil die Frage uninteressant ist, sondern weil sie sich fast wöchentlich neu beantwortet.
Es kommen ständig neue Player dazu, die alten verändern sich, und das Wachstum im Sektor ist unfassbar. Genau deshalb ist die strategische Empfehlung eine andere: den KI-Sektor übergewichten, statt auf eine einzelne Aktie zu setzen.
Warum Stock-Picking im KI-Sektor für Privatanleger fast unmöglich ist
Stock-Picking heißt: Einzelaktien auswählen und auf den richtigen Ein- und Ausstiegszeitpunkt setzen. Für einen Privatanleger im DACH-Raum ist das im KI-Sektor aktuell kaum leistbar.
Du müsstest täglich neue Player tracken, Quartalszahlen lesen, Forschungsdurchbrüche bewerten und Bewertungsmodelle anpassen. Das ist ein Vollzeitjob – und selbst dann ist die Trefferquote unsicher. Stephan Jung sagt es so: „Welches sind jetzt die richtigen Unternehmen, im richtigen Zeitpunkt ein- und auszusteigen? Da würde ich eher empfehlen, auf etwas zu setzen, was das Segment abdeckt.“
KI-ETF oder Mischfonds: Die zwei pragmatischen Wege
Konkret nennt Stephan Jung zwei Routen, mit denen ein Privatanleger das Thema sinnvoll abbildet:
- Gemischter Fonds (Mischfonds): Ein aktiv gemanagter Fonds, der ein breiteres Spektrum innerhalb des KI-Themas abdeckt – also nicht nur Hyperscaler, sondern auch Zulieferer, Energie, Infrastruktur.
- Thematischer KI-ETF: Ein passiver Indexfonds, der einen KI-Index abbildet. Vorteil: niedrige Kosten und breite Streuung in einem Produkt.
Welche Variante besser passt, hängt von deinem Anlagestil ab – aktiv oder passiv, höhere Kostenquote für Selektion oder niedrige Kostenquote für Breite. Eine pauschal richtige Antwort gibt es nicht, und sie ersetzt keine individuelle Beratung. Wichtig ist die Grundlogik: Sektor schlägt Einzeltitel, weil sich der Sektor langfristig nach oben entwickelt, einzelne Gewinner aber rotieren.
Quelle: Interview mit Stephan Jung, CEO Oventic Group, Ludwig Erhard Gipfel (Mai 2026).
Die unterschätzten Profiteure: KI-Infrastruktur, Strom und Energie
Wenn alle nur über die großen KI-Modelle reden, übersieht man, was sie zum Laufen brauchen. KI-Infrastruktur ist der Sammelbegriff für die unsichtbare Schicht darunter – und genau dort liegen für viele Privatanleger die spannenderen Chancen.
Strom, Energie, Rechenzentren – die zweite Reihe der KI-Gewinner
Stephan Jung formuliert es im Gespräch unmissverständlich: „Wenn man in diesem Segment unterwegs ist und sich anguckt, was benötigt KI noch so – auch drumherum, also zum Beispiel das ganze Thema Strom, Energie und so weiter – das sind alles Themen, die würde ich mir genau angucken als Anleger.“
Die Logik dahinter ist simpel: Jede Anfrage an ein KI-Modell verbraucht Strom. Jedes neue Rechenzentrum braucht Kühlung, Anschluss ans Stromnetz, Hardware. Wer hier breit streut, hat Zugriff auf Branchen, die historisch defensiv sind und durch den KI-Boom plötzlich ein neues Wachstumsthema bekommen.
Konkret denken kannst du an Energieversorger, Netzbetreiber, Rechenzentrums-REITs oder Halbleiter-Zulieferer. Wichtig: Welche Titel oder Fonds dafür im Detail passen, hängt von deinem Depot, deinem Risikoprofil und deinem Anlagehorizont ab – und ist Aufgabe einer individuellen Beratung, nicht dieses Artikels.
Wie viel KI-Anteil gehört ins Depot?
Eine Zahl pauschal nennt Stephan Jung im Interview nicht. Was er sagt, ist eine klare Richtung: Wer langfristig im KI-Sektor investiert ist und breit streut, sollte überdurchschnittliche Gewinne erzielen können.
Daraus folgt ein nüchterner Schluss für deine Asset Allocation – also die Aufteilung deines Vermögens auf Anlageklassen: Der KI-Sektor ist kein 100-Prozent-Spiel und kein 0-Prozent-Spiel. Er ist ein strategischer Baustein, der mit anderen Sektoren und Anlageklassen kombiniert gehört. Wie groß dieser Baustein bei dir konkret ausfällt, hängt von deiner Lebenssituation, deinem Anlagehorizont und deiner Risikotragfähigkeit ab.
Wer verliert: Die Disruption der Intermediäre
Wer Gewinner sucht, sollte parallel die Verlierer kennen. Disruption – also die Verdrängung etablierter Geschäftsmodelle durch neue Technologien – trifft im KI-Zeitalter eine sehr klare Gruppe.
„Jeder Produktverkäufer ist im Moment schlecht beraten. Was ich verkaufen muss, sind Problemlösungen, gute Gefühle, gute Erfahrungen, Erlebnisse. Und da würde ich hin investieren.“
— Stephan Jung, CEO Oventic Group, Ludwig Erhard Gipfel (Mai 2026)
Vom Reisebüro bis zum Großhändler: Wen die Disruption trifft
Stephan Jung benennt sehr direkt, welche Berufe und Geschäftsmodelle in Gefahr sind. Es geht um alle, die eine Intermediärfunktion haben – also vermitteln, ohne selbst zu produzieren.
Das klassische Beispiel ist das Reisebüro: Wer heute einen Flug bucht, geht nicht mehr hin, sondern nutzt Plattformen. Das gleiche Muster greift bei Großhändlern, Maklern und Zwischenhändlern aller Art. Marken wie Nike arbeiten gezielt daran, den Zwischenhändler auszuschalten und direkt zum Endkunden zu verkaufen – Stichwort B2C-Direktvertrieb.
Für Anleger heißt das: Sei vorsichtig mit Geschäftsmodellen, deren einziger Wert die Vermittlung war. Diese Werte erodieren, sobald die Abkürzung Plattform günstiger und schneller ist.
Worin du laut Stephan Jung nicht investieren solltest
Lukas hat im Interview konkret gefragt: Wenn jemand 10.000 Euro hat und 15 Jahre Anlagehorizont – in welche Branche sollte er nicht investieren? Die Antwort von Stephan Jung war klar und kommt aus seiner persönlichen Beobachtung als Unternehmer:
Unattraktiv ist alles, was statisch ist und hinterherhängt. Sein Beispiel ist der klassische Einzelhandel, bei dem die Umsätze zurückgehen, weil weiter „Produkt verkauft“ wird – obwohl Kunden längst Problemlösungen, Erlebnisse und Gefühle kaufen wollen. Das ist keine Anlageempfehlung gegen eine ganze Branche, sondern eine strategische Warnung vor Geschäftsmodellen, die den Kundenbedarf nicht mehr treffen.
Quelle: Interview mit Stephan Jung, CEO Oventic Group, Ludwig Erhard Gipfel (Mai 2026).
Die nächste Top-Asset-Klasse: Weiterbildung und neue Wohnformen
„Das Investment in die eigene Weiterbildung und in die eigene Neugier. Weil lebenslanges Lernen wird ein Muss sein.“
— Stephan Jung, CEO Oventic Group, Ludwig Erhard Gipfel (Mai 2026)
Das ist die vielleicht unbequemste Einsicht aus dem Interview: Wer in KI investieren will, sollte parallel in sich selbst investieren. Nicht als Wohlfühlsatz, sondern als Strategie.
Weiterbildungsplattformen: Stephan Jungs Prognose
Stephan Jung formuliert eine konkrete These: In zehn Jahren wird eines der wertvollsten Unternehmen weltweit eine Weiterbildungsplattform sein. Der Grund ist die Kombination zweier Technologien.
Auf der einen Seite die generative KI – also KI-Systeme, die eigenständig neue Inhalte erzeugen. Auf der anderen Seite die Hologrammtechnologie, mit der sich Personen oder Lehrer dreidimensional in den eigenen Raum „beamen“ lassen. Zusammen ermöglichen sie maßgeschneidertes Lernen, das laut Stephan Jung dreimal schneller funktioniert als klassische Schul- oder Uni-Stunden.
Sein Beispiel: Albert Einstein im eigenen Zimmer als personalisierter Physiklehrer. Klingt nach Science-Fiction. Ist aber technologisch näher, als viele denken – und damit auch für Anleger interessant.
Generation Z und der Immobilienmarkt: Plug-and-Play statt Einbauküche
Ein zweiter Megatrend, der oft getrennt diskutiert wird, ist eng mit dem KI-Thema verknüpft: Die Generation Z wechselt im Schnitt 17-mal den Job und zieht 15-mal um.
Das verändert den Anspruch an Wohnraum radikal. Wer alle paar Jahre umzieht, bestellt keine Einbauküche, die nach 16 Wochen geliefert wird. Wer im nächsten Projekt schon wieder unterwegs ist, braucht Wohnungen nach dem Plug-and-Play-Prinzip: Reinkommen mit zwei Koffern, sofort funktionsfähig.
Klassische Zweizimmerwohnungen mit Schlauchküche und innenliegendem Bad ohne Fenster treffen diesen Bedarf nicht mehr. Stattdessen rückt die Küche als sozialer Mittelpunkt zurück – inklusive Tauglichkeit für Homeoffice. Für Immobilien-Investments ist das ein Frühindikator, an welchen Wohnungs-Typen sich die Nachfrage in den nächsten Jahren orientieren wird.
Quelle: Interview mit Stephan Jung, CEO Oventic Group, Ludwig Erhard Gipfel (Mai 2026).
In KI investieren – was du jetzt konkret tun solltest
Die eine Sache, mit der du heute starten solltest
Am Ende des Interviews stellt Lukas die Frage, auf die viele Zuschauer warten: Wenn man nur eine Sache machen sollte, um sich für die Zukunft gut zu platzieren – welche wäre das?
Stephan Jungs Antwort ist überraschend praktisch: heute entscheiden, sich mit dem Thema KI ernsthaft auseinanderzusetzen. Plattformen ausprobieren. Tools testen. Keine Angst haben, dabei Fehler zu machen. Damit der Zug nicht abfährt und man irgendwann allein am Bahnsteig stehen bleibt.
Das ist kein finanzieller Tipp im engeren Sinn – aber ein strategischer. Wer KI nicht versteht, wird auch nicht erkennen, welche Geschäftsmodelle skalieren und welche nicht. Und wer das nicht erkennt, kann auch sein Depot nicht entsprechend ausrichten.
Fazit: Langfristig denken, breit streuen, parallel weiterbilden
Wenn du das Interview auf eine Strategie eindampfst, bleibt das übrig:
- Langfristig denken. Ein Anlagehorizont von 10, 15 oder mehr Jahren ist nicht zu lang – er ist die Voraussetzung, um Megatrends überhaupt zu reiten.
- Breit streuen. Nicht die Aktie der Woche, sondern den Sektor. Nicht nur die Hyperscaler, sondern auch ihre Zulieferer in Strom, Energie und Infrastruktur.
- Parallel weiterbilden. Das Investment ins eigene Lernen ist laut Stephan Jung eines der besten, die du gerade machen kannst.
Wer diese drei Linien parallel verfolgt, hat eine Antwort auf den 12-Billionen-Megatrend, die robuster ist als jede Watchlist mit fünf Tech-Aktien. Welche Produkte, Gewichtungen und Strukturen für dich konkret passen, klärst du am besten mit einem unabhängigen Finanzberater – dieser Artikel ersetzt keine individuelle Beratung.
Quellen & Provenance
- Interview Lukas Beißwenger (Investier oder Verlier) mit Stephan Jung, CEO der Oventic Group, geführt auf dem Ludwig Erhard Gipfel (2026).
- Schluss-Keynote von Stephan Jung beim Ludwig Erhard Gipfel: „Zukunft ist Entscheidung, keine Prognose“.
- Alle Zitate und Zahlen in diesem Artikel stammen direkt aus diesem Interview.
Disclaimer
Über die Autoren
Laura Podleska & Lukas Beißwenger
Podcast-Hosts von „Investier oder Verlier“
Mission: Investieren verständlich, ehrlich und auf Augenhöhe erklären.
⭐ Das Wichtigste auf einen Blick
| # | Key Takeaway |
|---|---|
| 1 | KI ist ein nachhaltiger Megatrend. 12 Billionen US-Dollar fließen in die KI-Infrastruktur – das ist keine Modewelle, sondern ein struktureller Umbau der Wirtschaft. |
| 2 | Sektor schlägt Einzeltitel. Stephan Jung empfiehlt Privatanlegern, den KI-Sektor breit gestreut über einen Mischfonds oder thematischen KI-ETF abzudecken statt auf einzelne Aktien zu wetten. |
| 3 | Drumherum-Investments nicht vergessen. Strom, Energie und Rechenzentren profitieren mit – sie sind die unterschätzte zweite Reihe der KI-Gewinner. |
| 4 | Intermediäre verlieren. Reisebüros, Großhändler, Makler und reine Zwischenhändler stehen vor der Disruption – B2C-Direktvertrieb wird Standard. |
| 5 | Weiterbildung ist die persönliche Top-Asset-Klasse. Lebenslanges Lernen wird laut Stephan Jung zur Pflicht – und Weiterbildungsplattformen zu einer der wertvollsten Unternehmenskategorien der Zukunft. |
Häufige Fragen
Lohnt es sich, in KI zu investieren?
Laut Stephan Jung profitieren Privatanleger langfristig vor allem dann, wenn sie den KI-Sektor übergewichten und breit streuen. Kurzfristige Wetten auf einzelne Aktien sind dagegen schwierig, weil sich die Gewinner fast wöchentlich verändern. Eine pauschale Garantie gibt es nicht – Investitionen sind grundsätzlich mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.
KI-ETF oder Einzelaktien – was ist für Privatanleger besser?
Sephan Jung empfiehlt, das Segment breit abzudecken statt einzelne Unternehmen zu picken. Tracking-Aufwand und Timing-Risiko bei Einzeltiteln sind für die meisten Privatanleger zu hoch. Ein KI-ETF oder ein gemischter Fonds bilden den Sektor breiter ab. Welches Produkt zu dir passt, klärst du am besten in einer individuellen Beratung.
Wie viel Prozent vom Depot sollten in den KI-Sektor fließen?
Eine konkrete Quote nennt Stephan Jung im Interview nicht. Er empfiehlt grundsätzlich, den KI-Sektor zu übergewichten – also stärker zu gewichten als seinen reinen Indexanteil. Die individuelle Höhe hängt von deinem Anlagehorizont, deiner Risikotragfähigkeit und der übrigen Depotstruktur ab.
Welche Branchen profitieren neben den großen KI-Konzernen?
Stephan Jung nennt vor allem alles, was KI zum Laufen braucht: Strom, Energie und KI-Infrastruktur. Energieversorger, Stromnetze und Rechenzentrums-Anbieter sind die zweite Reihe der KI-Gewinner. Wer breit streut, hat oft auch diese Branchen mit im Korb.
Welche Branchen werden durch KI disruptiert?
Laut Stephan Jung sind vor allem Berufe mit Intermediärfunktion in Gefahr: Reisebüros, Großhändler, Makler und reine Zwischenhändler. Auch der klassische Einzelhandel, der reine Produkte statt Problemlösungen verkauft, hängt zunehmend hinterher.
Disclaimer:
Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Die genannten Beispiele, Einschätzungen und Strategien sind allgemeiner Natur und berücksichtigen nicht deine persönliche Situation.
Investitionen in Wertpapiere, Fonds, ETFs oder andere Anlagen sind mit Risiken bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals verbunden. Triff deine Entscheidungen eigenverantwortlich und informiere dich bei Bedarf zusätzlich, z. B. bei einer unabhängigen Honorarberatung oder Steuerberatung.
