Stand: Juni 2026 · Lesedauer: ca. 8 Minuten
Hunderttausend Euro Buchverlust im Depot – und trotzdem die Ruhe weg? Genau so saß Trader Sebastian Hell am Anlegertag München auf der Bühne, ohne mit der Wimper zu zucken. Während rundherum viele Privatanleger nervös auf den Krieg im Iran und die Nachwehen der Trump-Zölle starrten, blieben er und Finanzjournalist Timo Baudzus demonstrativ entspannt. Der Grund ist simpel: Wer langfristig Geld anlegt, denkt nicht in Wochen, sondern in Jahrzehnten.
In diesem Artikel erfährst du, warum gerade jetzt so viele Anleger die Nerven verlieren – und wie du es besser machst. Es geht um die breit gestreute Basis aus ETFs, um den entscheidenden Unterschied zwischen Buchverlust und echtem Verlust und um eine unbequeme Wahrheit: Krisen aussitzen schlägt panisches Verkaufen fast immer. Am Ende weißt du, wie du dein Depot durch jede Korrektur trägst, ohne kopflos zu werden.
Sebastian Hell & Timo Baudzus: Trader-Praxis trifft Journalisten-Blick
Wer den beiden zuhört, bekommt zwei Perspektiven auf denselben Markt. Sebastian Hell handelt seit rund 19 Jahren an der Börse und investiert nach eigener Aussage transparent in Gold, ETFs und Immobilien. Timo Baudzus schaut als Finanzjournalist von der anderen Seite drauf. Warum ihre Aussagen Gewicht haben, zeigt der Blick auf ihren Hintergrund.
Sebastian Hell: 19 Jahre Börse und ein offen gezeigtes Depot
Hell bringt knapp zwei Jahrzehnte Markterfahrung mit und macht aus seinen Zahlen kein Geheimnis. Statt nur Gewinne zu zeigen, legt er sein Depot mitsamt Verlusten offen – ein Ansatz, der ihn von vielen Finfluencern unterscheidet.
Timo Baudzus: Finanzjournalist mit Reichweite
Baudzus ist Finanzjournalist und ehemaliger Chefredakteur. Mit der Doku „Deutschland, deine Influencer“ und einem Format, das pro Woche über 50.000 Hörer erreicht und in die Top Ten der Wirtschaftscharts eingestiegen ist, bringt er die journalistische Einordnung ins Gespräch.
| Name | Sebastian Hell · Timo Baudzus |
| Rolle | Trader & Investor (Sebastian Hell) · Finanzjournalist, ehem. Chefredakteur (Timo Baudzus) |
| Format/Kanal | Gemeinsames Podcast- und YouTube-Format mit Lars Erichsen Buy the Dip |
| Website | https://www.buy-the-dip.de/ |
| Besonderheit | Sebastian Hell: ~19 Jahre Börsenerfahrung, investiert transparent in Gold, ETFs und Immobilien, zeigt sein Depot offen inkl. Verlusten. Timo Baudzus: Macher der Doku „Deutschland, deine Influencer“, über 50.000 Hörer pro Woche, Top-Ten-Einstieg der Wirtschaftscharts. |
Warum gerade jetzt so viele Anleger nervös sind
Auf den Anlegertagen merken Hell und Baudzus sofort, wenn die Stimmung kippt. Die Leute kommen mit Sorgenfalten an den Stand und fragen: Was mache ich jetzt mit meinem Geld? Laut Sebastian Hell, Trader mit rund 19 Jahren Börsenerfahrung, lässt sich dieser Stress fast vollständig mit der geopolitischen Lage erklären.
Sein Gegenrezept ist Besonnenheit statt Aktionismus. Hell und Baudzus gehen bewusst mit gutem Beispiel voran und predigen Coolness, wenn die Märkte zittern.
„Wer langfristig Geld anlegt, das sollte man einfach alles aussitzen – und wenn man Geld hat, bei Rücksetzern auch mal nachkaufen.“
— Sebastian Hell, Trader & Investor (Quelle: Interview Anlegertag München)
Iran-Krieg, Trump-Zölle, Corona – was Krisen kurzfristig mit den Kursen machen
Das Muster wiederholt sich. Letztes Jahr waren es die Trump-Zölle, unter denen die Börsen abrauschten, dieses Jahr ist es der Krieg im Iran. Die Angst dahinter ist immer dieselbe: Legt sich das schnell, oder rutschen wir in einen handfesten wirtschaftlichen Abschwung?
Hells Antwort ist ein Blick auf den langfristigen Chart. Egal welche Konflikte und Kriege es gab – die Börsen sind danach wiedergekommen. Genau diese historische Perspektive nimmt der aktuellen Krise einen Teil ihres Schreckens.
Ein Rücksetzer ist dabei nichts anderes als ein vorübergehender Kursrückgang nach einem Anstieg. Wer freies Kapital hat, kann solche Phasen nutzen, um günstiger nachzukaufen – statt sie als Bedrohung zu sehen.
„Politische Börsen haben kurze Beine“ – Baudzus’ Blick auf drei bis fünf Jahre
Timo Baudzus bringt den alten Börsenspruch ins Spiel: Politische Börsen haben kurze Beine. Mittlerweile seien diese Beine vielleicht etwas länger geworden, sagt er – am Ende werde das Ganze aber nur eine kleine Delle in der Rückschau sein.
Selbst eine größere Korrektur ändert daran wenig. Baudzus bleibt bullisch auf Sicht der nächsten drei bis fünf Jahre und sieht für mehrere Assetklassen gute Chancen: Gold und Silber, Rohstoffe, Energie und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Krypto. Das ist seine persönliche Markteinschätzung, keine Garantie – die Kurse können auch anders laufen.
Die breit gestreute Basis zuerst: dein ETF-Portfolio
Wenn du nur eine Sache aus diesem Interview mitnimmst, dann diese: Zuerst kommt das Fundament. Ein breit gestreutes Portfolio verteilt dein Geld über viele Unternehmen, Branchen und Länder – und senkt so das Risiko, dass ein einzelner Ausfall dein Vermögen ruiniert.
Für Baudzus ist die Reihenfolge nicht verhandelbar. Erst das Portfolio, dann der Rest.
„Das Wichtigste ist erstmal die breit gestreute Basis zu haben, das Portfolio – das ist das Allerwichtigste, und der Rest ist Beiwerk und maximal nice to have.“
— Timo Baudzus, Finanzjournalist (Quelle: Interview Anlegertag München)
MSCI World plus Schwellenländer – du musst kein „Nerd“ sein
Hell macht es an einem alltagsnahen Beispiel klar – an seiner Freundin, die sich nach eigener Aussage null für Börse oder Wirtschaft interessiert. Trotzdem hat sie verstanden: Für die Geldanlage muss sie etwas tun, und zwar langfristig.
Sein Rat ist denkbar einfach. Einmal kurz mit dem Thema beschäftigen, ein breites Portfolio bauen, einen MSCI World ETF rein und vielleicht einen Schwellenländer-ETF dazu. Wer mag, baut breiter – wer keine Lust hat, sich mit US-Verbraucherzahlen oder dem chinesischen Wirtschaftswachstum zu beschäftigen, muss das nicht.
Der MSCI World bündelt rund 1.500 Unternehmen aus den entwickelten Industrieländern. Ein Schwellenländer-ETF ergänzt diese Basis um Wachstumsregionen wie China, Indien oder Brasilien. Zusammen decken sie einen großen Teil der weltweiten Aktienmärkte ab – die theoretische Tiefe darf jeder selbst entscheiden.
Pflicht vs. Kür: Sparplan durchhalten statt aktiv zocken
Baudzus greift eine Unterscheidung seines Kollegen Lars Erichsen auf: Es gibt die Pflicht und die Kür. Die Pflicht ist der ETF-Sparplan, den du einfach durchlaufen lässt.
Ein ETF-Sparplan ist eine automatische, regelmäßige Investition eines festen Betrags in einen ETF – meist monatlich. Das Entscheidende daran hat weniger mit Verstehen zu tun als mit Disziplin und Regelmäßigkeit.
Selbst wenn der ETF ins Minus rutscht, lautet die Devise: dranbleiben, im Zweifel sogar die Rate erhöhen. Die Kür ist alles andere – Einzelaktien, Krypto, aktiveres Anlegen. Spannend, aber laut Baudzus „maximal nice to have“ und nichts, womit Anfänger starten sollten.
Krisen aussitzen statt verkaufen – der größte Fehler beim langfristig Geld anlegen
Hier wird es psychologisch. Denn die meisten Anleger scheitern nicht an der Theorie, sondern an ihren eigenen Nerven. Sie verkaufen ausgerechnet dann, wenn die Kurse unten sind – und machen damit aus einem temporären Minus einen dauerhaften Schaden.
Hell zeigt, wie der Profi-Umgang aussieht, indem er sein eigenes Depot offenlegt.
„Ich liege im ETF- und Aktiendepot gerade hunderttausend Euro Buchverlust hinten … Das gehört dazu, so funktioniert Börse.“
— Sebastian Hell, Trader & Investor (Quelle: Interview Anlegertag München)
Buchverlust vs. echter Verlust – warum dein Geld erst beim Verkauf weg ist
Genau hier liegt der wichtigste Denkfehler vieler Einsteiger. Ein Buchverlust ist ein rein rechnerisches Minus: Dein Depot zeigt einen niedrigeren Wert an als beim Kauf, aber realisiert ist nichts. Erst wenn du verkaufst, wird aus dem Papierverlust ein echter Verlust.
Das erklärt Hells Gelassenheit trotz der 100.000 Euro im Minus. Solange er nicht verkauft, ist die Zahl eine Momentaufnahme – kein endgültiges Urteil. Wer gute Aktien langfristig hält und einen Bärenmarkt aussitzt, gibt dem Markt die Chance, sich zu erholen.
Radikale Transparenz statt „Lambo-Content“
Hell nennt seinen Ansatz bewusst „Anti-Social-Media“. Statt Lifestyle, Yachten und Lamborghinis zeigt er sein Depot mit allen Höhen und Tiefen – inklusive Fehlern und Verlusten.
Der Gedanke dahinter ist ehrlich. Jeder sehe in seinem eigenen Depot, dass auch Verluste dazugehören – sich als Gewinner-„Zampano“ zu inszenieren, der angeblich nur Gewinne macht, bringt niemandem etwas. Wem diese Realität nicht liegt, für den ist die Börse vielleicht schlicht nicht das Richtige.
Aus Verlusten lernen: Antifragilität und die Psychologie des Anlegers
Eine Frage zog sich durch das Gespräch: Muss man die Fehler selbst machen – die heiße Herdplatte selbst anfassen? Oder reicht ein guter Bildungskanal, um in der Theorie alles zu wissen?
Die Antwort beider war eindeutig: Man muss ranlassen.
Warum du die Verlusterfahrung selbst durchleben musst
Theorie allein genügt nicht. Baudzus verweist auf das Konzept der Antifragilität des Autors Nassim Nicholas Taleb. Antifragilität beschreibt Systeme, die durch Stress und Rückschläge nicht nur stabil bleiben, sondern stärker werden.
Übertragen auf dich heißt das: Den Schmerz eines Minus einmal selbst gespürt und ausgehalten zu haben, macht dich als Anleger besser und härter. Im nächsten Bärenmarkt bist du dadurch deutlich gelassener. Diese Erfahrung wirst du in deinem Anlegerleben ohnehin machen – und du brauchst sie, um zu wachsen.
Disziplin und Regelmäßigkeit schlagen Expertenwissen
Auch Hell hat als Teenager zur Dotcom-Zeit Geld „versenkt“, weil er auf heiße Storys und Einzelwerte setzte. Rückblickend waren das wichtige Lektionen – mit 18 oder 19 hat man noch nicht genug Kapital, um sich fürs Leben zu ruinieren.
Die Konsequenz daraus prägt seinen Stil bis heute: Vermögen entsteht durch breite Streuung und Dranbleiben, nicht durch hektisches Rein und Raus. Wer seine eigenen psychologischen Fallen kennt und weiß, dass Angst in Krisen normal ist, hält leichter durch. Disziplin und Regelmäßigkeit schlagen am Ende reines Expertenwissen.
Was bedeutet das für dich? Rentenlücke schließen mit dem Altersvorsorgedepot
Für Hell ist langfristiges Anlegen kein Hobby, sondern Notwendigkeit. Seine Generation werde zwar Rente bekommen – aber staatlich werde das nicht ausreichen.
Was ein Altersvorsorgedepot ist – und warum es ein Schritt in die richtige Richtung ist
Die Rentenlücke bezeichnet die Differenz zwischen deinem letzten Nettoeinkommen und deiner späteren gesetzlichen Rente. Genau diese Lücke musst du privat schließen, und dafür ist die langfristige Geldanlage laut Hell „das A und O“.
Ein Altersvorsorgedepot ist ein Wertpapierdepot, das gezielt für die private Altersvorsorge genutzt wird – oft mit staatlicher Förderung oder steuerlichen Vorteilen. Hell wertet die kürzlich beschlossene Einführung in Deutschland als Schritt in die richtige Richtung. Es bleibe noch viel zu tun, aber das Bewusstsein für Aktien steige.
Interessenkonflikt offengelegt: Wie du diese Experten-Stimmen einordnest
Fairerweise gehört dazu: Sowohl Sebastian Hell als auch Timo Baudzus betreiben kommerzielle Finanz-Medien und -Formate. Sie verdienen also Geld damit, dass sich Menschen für Börse und Geldanlage interessieren – ein wirtschaftliches Interesse, das du bei jeder Einschätzung mitdenken solltest.
Das entwertet ihre Argumente nicht, im Gegenteil. Ihre Kernbotschaft – breit streuen, dranbleiben, nicht panisch verkaufen – deckt sich mit dem, was unabhängige Verbraucherportale wie Finanztip zu ETF-Grundlagen seit Jahren empfehlen. Trotzdem gilt: Prüfe Aussagen, statt sie blind zu übernehmen.
Fazit: So legst du langfristig Geld an, ohne in Panik zu verfallen
Langfristig Geld anlegen ist kein Geheimwissen, sondern eine Frage der Haltung. Wer das Fundament richtig legt und in Krisen ruhig bleibt, hat die halbe Miete schon eingefahren. Konkret heißt das laut Hell und Baudzus: zuerst eine breit gestreute Basis aus ETFs wie einem MSCI World ETF und optional Schwellenländern aufbauen – das ist Pflicht, alles andere ist Kür.
Danach gilt vor allem eins: dranbleiben. Lass deinen ETF-Sparplan auch im Minus weiterlaufen, verkaufe nicht in der Panik und denke daran, dass ein Buchverlust erst beim Verkauf ein echter Verlust wird. Rückschläge gehören dazu und machen dich als Anleger gelassener – und genau diese Gelassenheit hilft dir, über Jahrzehnte deine Rentenlücke zu schließen.
Das Interview entstand auf dem Anlegertag München, einer Veranstaltung der Börsen- und Anlegertage im DACH-Raum, auf der Privatanleger direkt mit Profis ins Gespräch kommen. Die ganze Folge mit Sebastian Hell und Timo Baudzus hörst du in unserem Podcast „Investier oder Verlier“ – und wenn du keine Interviews vom nächsten Börsen- und Anlegertag verpassen willst, abonniere unseren Newsletter.
Laura Podleska & Lukas Beißwenger
Podcast-Hosts von „Investier oder Verlier“
Mission: Investieren verständlich, ehrlich und auf Augenhöhe erklären.
⭐ Das Wichtigste auf einen Blick |
|---|
| 1. Die breit gestreute Basis kommt zuerst – der Rest ist „nice to have“. |
| 2. Krisen aussitzen statt verkaufen: Aktienmärkte haben sich bisher immer erholt. |
| 3. Buchverlust ≠ echter Verlust – dein Geld ist erst beim Verkauf weg. |
| 4. Pflicht vor Kür: erst ETF-Sparplan, dann eventuell Einzelwerte. |
| 5. Einfach anfangen ist wichtiger als alles perfekt zu verstehen. |
Häufige Fragen
Soll ich bei einem Börsencrash verkaufen oder nachkaufen?
Wer langfristig anlegt, sollte einen Crash in der Regel aussitzen statt panisch zu verkaufen, denn ein Verkauf realisiert den Verlust endgültig. Sebastian Hell empfiehlt, Rücksetzer mit freiem Kapital sogar zum Nachkaufen zu nutzen. Verkaufen solltest du nur aus rationalen Gründen, nicht aus Angst.
Wie lege ich als Anfänger langfristig Geld an, ohne mich tief mit der Börse zu beschäftigen?
Du brauchst kein Expertenwissen. Ein breit gestreutes Portfolio aus einem MSCI World ETF und optional einem Schwellenländer-ETF plus ein durchgehaltener Sparplan reichen als Fundament. Entscheidend ist, überhaupt anzufangen und dranzubleiben.
Was ist der Unterschied zwischen einem MSCI World ETF und einem Schwellenländer-ETF?
Der MSCI World ETF bildet rund 1.500 Unternehmen aus entwickelten Industrieländern ab. Ein Schwellenländer-ETF investiert dagegen in Wachstumsregionen wie China, Indien oder Brasilien. Kombiniert decken beide einen großen Teil der weltweiten Aktienmärkte ab.
Was ist ein Altersvorsorgedepot und wie hilft es, die Rentenlücke zu schließen?
Ein Altersvorsorgedepot ist ein Wertpapierdepot speziell für die private Altersvorsorge, oft mit staatlicher Förderung oder steuerlichen Vorteilen. Da die gesetzliche Rente für viele nicht ausreichen wird, hilft es, über lange Zeiträume Vermögen aufzubauen und so die Rentenlücke zu verkleinern.
Muss ich beim Investieren Fehler selbst machen, um zu lernen?
Laut Hell und Baudzus lässt sich die Verlusterfahrung nicht rein theoretisch erlernen – du musst sie selbst durchleben. Erst wer ein Minus einmal ausgehalten hat, wird im nächsten Bärenmarkt gelassener. Dieses Konzept entspricht der Antifragilität nach Nassim Nicholas Taleb.
Disclaimer:
Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Die genannten Beispiele, Einschätzungen und Strategien sind allgemeiner Natur und berücksichtigen nicht deine persönliche Situation.
Investitionen in Wertpapiere, Fonds, ETFs oder andere Anlagen sind mit Risiken bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals verbunden. Triff deine Entscheidungen eigenverantwortlich und informiere dich bei Bedarf zusätzlich, z. B. bei einer unabhängigen Honorarberatung oder Steuerberatung.