Vermögenspyramide aufbauen: Wie die Trading Brothers passive ETFs schlagen wollen

Vermögenspyramide-Konzept der Trading Brothers Arne und Falk Elsner am Anlegertag München

Veröffentlicht am 16. Juni 2026 · Lesedauer ca. 14 Minuten

Was ist eine Vermögenspyramide? Eine Vermögenspyramide teilt dein Anlagekapital in drei Ebenen nach Risiko-Funktion: ein breites Fundament mit niedrigem Risiko, eine mittlere Beimischung für aktives Trading auf Trends, eine kleine Spitze für Spekulation mit Totalverlust-Risiko. Die Vermögenspyramide ist das Steuerungs-System der Trading Brothers für ihr gesamtes Anlagekapital.

„Was du machst, ist Bundesliga. Was wir machen, ist Champions League.“

Eine Vermögenspyramide zu bauen statt nur ETFs zu kaufen, hat einen klaren Grund: mehr Rendite als der Marktdurchschnitt. Mit diesem Satz sind Arne und Falk Elsner uns zum ersten Mal auf dem Parkett der Deutschen Börse begegnet. Genau diese Behauptung haben wir die beiden, besser bekannt als die Trading Brothers, auf dem Anlegertag München im Interview konfrontiert. Ihre Antwort war ein dreistufiges System: die Vermögenspyramide.

Bundesliga oder Champions League? Was hinter dem Spruch der Trading Brothers steckt

Arne und Falk Elsner reden nicht in Phrasen. Sie reden in Sportbildern. Wenn die beiden ETFs (= börsengehandelte Indexfonds, die einen breiten Markt abbilden) mit der Bundesliga vergleichen, ist das keine Abwertung. Es ist die Einstufung in eine Liga, in der man solide spielt. Über die Bundesliga hinauszukommen, sagen die beiden, ist eine bewusste Entscheidung: mehr Zeit, mehr Struktur, mehr Systeme.

Portrait: Arne und Falk Elsner, Brüder, Trader, Systembauer

Beide Brüder sind seit Kindheitstagen an den Märkten unterwegs. Die Eltern haben echte, papierne Aktien in die Hand der Kinder gedrückt, die abendlichen Börsennachrichten gehörten zum Wohnzimmer, lange bevor jeder Jugendliche seinen eigenen Fernseher hatte. Falk Elsner ist ausgebildeter Chemielaborant, kam aus der Pharmaforschung. Den analytischen Reflex hat er mit an die Börse genommen.

Den Namen Trading Brothers haben sie sich nicht selbst gegeben. Er entstand im Umfeld geschlossener Börsenforen, die Arne Elsner vor über zwanzig Jahren aufgebaut hat, lange bevor WhatsApp-Gruppen Communities ersetzten. Heute betreiben die beiden ihr Trading hauptberuflich, mit eigenen Indikatoren, eigenen Handelssystemen und einem klar definierten Regelwerk. Genau darin liegt ihre Vermögenspyramide.

NameArne & Falk Elsner
RolleTrader, Gründer Trading Brothers
AngebotEigene Trading-Community, kostenpflichtige Datenservices, Mentoring
BesonderheitSelbstentwickelte Indikatoren + dreistufige Vermögenspyramide
QuelleInterview Anlegertag München, 2026

Hinweis zur Offenlegung: Die Trading Brothers bieten kostenpflichtige Mentoring- und Daten-Services an. Was sie über aktives Trading und die Vermögenspyramide erzählen, ist also nicht neutral, es ist ihre Lebensgrundlage. Wir haben das im Interview klar adressiert und ordnen ihre Aussagen entsprechend ein.

Die Vermögenspyramide: drei Ebenen, eine Logik

Das gesamte Gespräch dreht sich um ein Bild, das die Trading Brothers an die Tafel malen: eine Pyramide aus drei Schichten. Unten viel Kapital, wenig Risiko. In der Mitte weniger Kapital, mehr Bewegung. Ganz oben wenig Kapital, dafür echtes Verlustrisiko. Diese Aufteilung ist der Kern ihrer Vermögenspyramide.

Das Fundament, das Geld, das für dich arbeiten soll

Das Fundament ist der größte Block der Vermögenspyramide. Hier liegt der Großteil des investierten Kapitals. Die Trading Brothers füllen ihn ausschließlich mit Einzelaktien von Branchenführern, also Unternehmen, die in ihrem Sektor zu den ertragsstärksten zählen. Kein einziger ETF, sagt Falk Elsner trocken. „Ich sage niemals nie, aber aktuell haben wir keinen.“

Das klingt radikal, hat aber eine klare Logik dahinter: Im Fundament soll das Geld arbeiten. Eine gut ausgewählte Aktie zahlt Dividende, generiert Cashflow, beteiligt dich am Unternehmenserfolg. Du wirst Anteilseigner mit echtem Stimmrecht. Bei einem ETF gehört dir die Aktie nicht direkt. Genau diese Differenz nennen die Trading Brothers den ersten Vorteil ihrer Vermögenspyramide.

Die Beimischung, schneller leben mit Trends

Über dem Fundament liegt die zweite Ebene: die Beimischung. Weniger Kapital, mehr Bewegung. Hier wird gehandelt. Hier sucht man die besten Stücke eines Trends, etwa im Bereich Künstliche Intelligenz oder bei Rüstungsaktien. Die Trading Brothers nennen das im Interview „die Storys mitnehmen, die der Markt gerade spielt.“

Wenn die Story endet, wenn der Trend in den klassischen Reverse to the Mean-Sog gerät, also die einstmals hohe Rendite wieder zum langfristigen Durchschnitt zurückkehrt, wechselt man die Position. „Das Pferdchen wird gewechselt“, sagt Arne Elsner. Das ist kein Hektik-Modus, sondern aktive Pflege der Vermögenspyramide.

Die Spitze, Spekulation mit Totalverlust-Risiko

Ganz oben sitzt die Spitze der Vermögenspyramide. Hier landet, was nicht vollständig bewertbar ist. Das prominente Beispiel im Interview: Bitcoin. Die Trading Brothers benennen es offen: Bei einer Spekulation lässt sich das Risiko nicht zu hundert Prozent abschätzen. Genau das macht sie zur Spekulation. Wer die allgemeinen Risiken von Wertpapier-Anlagen bei der BaFin nachliest, sieht die Bandbreite zwischen sicheren und totalverlust-gefährdeten Instrumenten klar aufgeschlüsselt.

Die Konsequenz: Man arbeitet mit einer kleinen Position. Wenn sie verloren geht, tut es weh, aber sie reißt das Fundament nicht ein. Wenn sie aufgeht, fließt die Überrendite ins System zurück. Die Trading Brothers nennen das den Kreislauf der Vermögenspyramide. Die Spitze tankt das Fundament wieder auf, nicht umgekehrt.

„Du brauchst eine solide Mischung aus allem. Damit fährst du an der Börse am besten.“
— Arne Elsner (Quelle: Interview Anlegertag München)

Warum die Trading Brothers ihre Vermögenspyramide ohne einen einzigen ETF bauen

An dieser Stelle wird das Gespräch konfrontativ. Die Trading Brothers stellen die Standardweisheit der ETF-Anhänger infrage. Nicht aus Prinzip, sondern aus einer mathematischen Beobachtung heraus, die sie seit Jahren verfolgen.

Der „Reverse to the Mean“-Effekt und was er für ETFs heißt

Falk Elsner gibt im Interview ein konkretes Bild. Schau dir, sagt er, die Durchschnittsrendite eines beliebigen ETFs der letzten zehn Jahre an. Vergleich sie mit der Durchschnittsrendite der letzten dreißig Jahre. Wenn der jüngere Wert deutlich höher liegt, also eine Outperformance vorliegt, dann steht eine Korrektur an.

Der Effekt heißt Reverse to the Mean: Hohe Renditen kehren statistisch zum langfristigen Mittel zurück. Wer in der Outperformance-Phase einsteigt, kauft auf einem überhöhten Niveau. Wer hält, sieht die Rendite zurücklaufen. Genau hier setzt die Vermögenspyramide an: Sie steuert die Investitionsquote aktiv mit, statt sie konstant zu halten.

Wer den Durchschnitt akzeptiert, lässt Rendite liegen

Die Trading Brothers formulieren das so: Ein ETF holt dir den Durchschnitt des Marktes. Per Definition. Wenn du den Durchschnitt für dein Maximum hältst, hast du recht. Aber wenn du davon ausgehst, dass es eine obere Hälfte gibt, und mathematisch gibt es die immer, dann willst du in dieser oberen Hälfte landen.

Das ist keine Garantie, dass es klappt. Es ist eine Haltung. Die Vermögenspyramide ist der Versuch, diese Haltung in ein Regelwerk zu gießen. Branchenleader im Fundament, Trends in der Beimischung, vorsichtige Spekulation in der Spitze.

Der Diversifikations-Streit, kurz aufgemacht

An der Börse kursieren zwei gegensätzliche Sprüche. Der eine: Diversifikation ist das einzige Free Lunch. Der andere: Wer diversifiziert, hat das Investment nicht verstanden. Die Trading Brothers sortieren sich klar zwischen beiden Extremen ein. Sie diversifizieren, aber zielgerichtet, über Branchenleader, nicht über die breite Masse.

Wer wirklich in die volle Marktbreite will, dem geben die Trading Brothers den ETF mit. Aber sie würden sich nicht selbst dorthin stellen. Die Vermögenspyramide ist ihre Antwort auf den Diversifikations-Streit: gestaffelt nach Risiko, konzentriert in der Qualität. Die Frage Einzelaktien oder ETF ist also keine Religion, sondern eine bewusste Entscheidung über die Tiefe der eigenen Beschäftigung.

„Die Hälfte ist ja besser als der Durchschnitt. Wir wollen eben zu der oberen Hälfte gehören.“
— Falk Elsner (Quelle: Interview Anlegertag München)

Wann grün, wann rot? Die zwei Indikatoren hinter der Vermögenspyramide

Ein Konzept allein steuert kein Geld. Die Trading Brothers haben deshalb über die Jahre eigene Indikatoren entwickelt, die die Vermögenspyramide an die jeweilige Marktphase anpassen. Vier insgesamt, zwei davon haben sie im Interview ausführlich erklärt.

Indikator 1, die relative Stärke der Weltindizes

Der erste Indikator ist im Kern einfach. Die Trading Brothers schauen, wie viele Aktien-Indizes weltweit gerade in der relativen Stärke sind, also wirtschaftlich besser performen als die anderen. Liegt mehr als die Hälfte der Indizes in dieser Gruppe, definieren sie einen Bullenmarkt. Schwächeln viele Indizes parallel, sprechen sie von einem Bärenmarkt.

Das ist kein Timing-Indikator, der dir den exakten Wendepunkt verrät. Es ist ein Filter. Er schützt die Trading Brothers davor, in einer schwachen Phase auf einen Zeitungsartikel hereinzufallen und die ganze Vermögenspyramide aggressiver zu steuern, als die Lage es hergibt.

Indikator 2, die Konjunktur als zweite Stimme

Ein Filter reicht nicht. Der zweite Indikator misst die Rahmenbedingungen der Wirtschaft selbst: Konjunkturdaten, Inflation, Kapitalströme. Damit beantwortet er die Frage, ob das Umfeld grundsätzlich tragfähig ist für steigende Aktien. Auch das ist kein Tageswert, sondern eine Saison-Anzeige.

Was die Kombination wirklich verrät

Spannend wird es, wenn beide Indikatoren übereinstimmen. Sind beide grün, sehen die Trading Brothers die historisch besten Bullenmarkt-Phasen. Sind beide rot, ist die Wahrscheinlichkeit fallender Märkte hoch. Dazwischen liegt die graue Zone, in der man wachsam bleibt.

Die Vermögenspyramide wird in dieser Logik nicht starr gehalten, sondern dynamisch gewichtet. Vor einer erkannten Krise zieht man die Spitze ein und entlastet die Beimischung. Wenn die Indikatoren wieder grünes Licht geben, darf die Pyramide wieder offensiver werden. Arne Elsner vergleicht das mit Jahreszeiten. Der Winter fängt an, sagt der Indikator. Nicht: Morgen schneit es.

„Wenn beide Indikatoren grün sind, haben wir die besten Bullenmärkte. Wenn beide rot sind, eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit auf fallende Märkte.“
— Falk Elsner (Quelle: Interview Anlegertag München)

Champions League kostet Zeit, wie viel realistisch?

Die ehrlichste Stelle des Interviews. Die Trading Brothers verkaufen ihr Konzept nicht als Selbstläufer. Sie sagen offen: Wie tief du in die Vermögenspyramide einsteigst, hängt davon ab, wie viel Zeit du wirklich bereit bist zu investieren.

Eine Stunde pro Woche reicht, für das Fundament

Wer sich nur im Fundament-Bereich bewegt, kommt mit wenig Aufwand aus. Branchenleader mit hohem Cashflow und solider Bilanz ändern ihr Geschäftsmodell nicht über Nacht. Die Trading Brothers managen das Fundament ihrer Vermögenspyramide selbst nur zweimal im Jahr aktiv. Dazwischen lassen sie es laufen.

Was bedeutet das praktisch? Du legst Aktien-Tranchen über breite, profitable Unternehmen. Du nimmst gelegentlich Gewinne aus besonders gut gelaufenen Positionen und stockst bei zurückgekommenen Werten auf. Mehr nicht. Falk Elsner formuliert das fast lakonisch: „Das soll keinen großen Aufwand machen.“

Trading braucht den Tag, nicht die Stunde

Sobald die Beimischung dazukommt, wird der Aufwand spürbar größer. Du musst den Markt screenen, also gezielt nach aktuellen Chancen durchsuchen. Du musst jede Position überwachen, Stop-Loss (= automatische Verkaufs-Marke für den Schadensfall), Take-Profit (= Marke für die Gewinnmitnahme), Gewichtung, Wahl des Handelsinstruments. Da ist eine Stunde schnell vorbei, sagen die Trading Brothers.

Wer diesen Aufwand betreibt und am Ende nur eine durchschnittliche ETF-Sparplan-Rendite herausholt, hat etwas grundsätzlich falsch gemacht. Dann ist der Sparplan plus ein langer Spaziergang die ehrlichere Strategie. Aktives Trading ist nur dann sinnvoll, wenn die Mehrarbeit auch in der Rendite landet.

Das Hamsterrad der Börse, tückischer als das Hamsterrad des Jobs

Ein Bild, das im Interview hängenbleibt: Viele tauschen das Hamsterrad des Arbeitsalltags gegen das Hamsterrad des Börsenalltags. Mit einem zentralen Unterschied. Das Job-Hamsterrad läuft kontinuierlich vorwärts. Das Börsen-Hamsterrad läuft doppelt so schnell, bleibt manchmal stehen, hat Steine drin und kann auch rückwärts drehen.

Wer die Vermögenspyramide ernst nimmt, muss die Spielregeln dieses Hamsterrads kennen. Die Börse toleriert keine Amateure, fasst Falk Elsner es zusammen. Wer in der Beimischung oder Spitze mitspielen will, muss vorbereitet sein.

„Die Börse toleriert keine Amateure.“
— Falk Elsner (Quelle: Interview Anlegertag München)

Der Öl-Trade, der die Trading Brothers Demut gelehrt hat

Erfahrene Trader haben eine Erkenntnis gemeinsam: Sie sind schon einmal richtig auf die Nase geflogen. Bei den Trading Brothers heißt diese Geschichte „der Öl-Trade“. Sie ist der Grund, warum ihre Vermögenspyramide heute mit festen Regelwerken arbeitet.

Wenn die eigene Analyse zum Gesetz wird

Die Ausgangslage war typisch: Eine Analyse, die für die Trading Brothers nahezu wasserdicht wirkte. Eine erhöhte Position auf Öl. Dann fiel der Markt. Statt zu hinterfragen, was sie übersehen hatten, kauften sie nach. Die Analyse stimmte doch. Der Markt fiel weiter. Sie kauften wieder nach. Irgendwann waren sie aus der Position raus.

Was die beiden im Interview ehrlich einräumen: Sie hatten zwei Fehler kombiniert. Die Markteinschätzung lag daneben. Und das Positionsmanagement war nicht streng genug. Beides zusammen reicht, um auch eine gut konstruierte Vermögenspyramide kurzzeitig wackeln zu lassen.

Was sie heute anders machen, die Regel vor der Meinung

Aus dem Öl-Trade ist ihr System entstanden. Es schreibt fest, was die Trading Brothers in einer bestimmten Marktsituation tun dürfen und was nicht. Maximale Positionsgröße, maximaler Hebel, definierte Ausstiegspunkte. Die Vermögenspyramide bekam ein Regelwerk, das auch dann greift, wenn die eigene Analyse die Trader emotional bindet.

Das ist die zentrale Lehre des Interviews: Disziplin schlägt Bauchgefühl. Wer aktiv handelt, braucht Mechanismen, die das eigene Ego ausbremsen können. Sonst wird jede überzeugende Analyse zum Risiko, das du nicht mehr erkennst.

„Daraus entstehen unsere Handelssysteme. Mit den Indikatoren als Vorfilter, die genau sagen, wann wir was zu tun haben, bis hin zur Positionsgröße.“
— Arne Elsner (Quelle: Interview Anlegertag München)

Fazit: Was du aus der Vermögenspyramide für dein eigenes Depot mitnimmst

Drei Erkenntnisse aus dem Gespräch mit den Trading Brothers lassen sich auf jedes Depot anwenden, unabhängig davon, ob du jemals in der Beimischung oder Spitze landen willst. Erstens: Trenn dein Kapital nach Risiko-Funktion, nicht nach Lust und Laune. Die Vermögenspyramide ist eine sehr aufgeräumte Form dieser Trennung, du kannst sie skalieren, je nachdem, wie viel Zeit du investierst.

Zweitens: Der Durchschnitt ist eine Wahl, kein Schicksal. Wer im Fundament konsequent Branchenleader hält, hat schon eine andere Sortierung im Depot als jemand, der einfach den nächstbesten ETF kauft. Du musst keine Champions League spielen, um eine bewusste Entscheidung gegen die Bequemlichkeit zu treffen.

Drittens: Lass dein Geld arbeiten, ohne dass du im Hamsterrad landest. Ein Fundament aus profitablen Unternehmen, das du zweimal im Jahr aufräumst, ist keine Raketenwissenschaft. Wenn du darüber hinausgehen willst, brauchst du Regelwerke, die dich vor dir selbst schützen. Genau dafür haben die Trading Brothers ihre Vermögenspyramide gebaut, und die Geschichte vom Öl-Trade hat einen Platz in ihrem System bekommen, damit sich der Fehler nicht wiederholt.

Was du heute tun kannst: Schau dir dein Depot an. Wie viel davon ist Fundament, wie viel Beimischung, wie viel Spitze? Wenn du keine Antwort hast, ist das schon das Ergebnis. Eine Vermögenspyramide funktioniert nur, wenn die Anteile bewusst gesetzt sind. Der Rest ist Pflege.

⭐ Das Wichtigste auf einen Blick

1. Die Vermögenspyramide der Trading Brothers besteht aus drei Ebenen: Fundament (viel Kapital, wenig Risiko), Beimischung (Trades auf Marktbewegungen) und Spitze (Spekulation mit Totalverlust-Risiko).
2. Das Fundament der Vermögenspyramide enthält bei den Trading Brothers keinen einzigen ETF, sondern ausschließlich Einzelaktien von Branchenführern.
3. Zwei Indikatoren steuern die Gewichtung der Vermögenspyramide: relative Stärke der Weltindizes und das makroökonomische Umfeld aus Konjunktur, Inflation und Kapitalströmen.
4. Ein gut aufgestelltes Fundament muss nur zweimal pro Jahr aktiv gepflegt werden, Beimischung und Spitze erfordern deutlich mehr Zeit und Marktkenntnis.
5. Der Öl-Trade-Verlust ist der Grund für das heutige Regelwerk der Trading Brothers: feste Positionsgrößen und definierte Ausstiegspunkte schlagen jede überzeugende Eigenanalyse.

 

Laura Podleska & Lukas Beißwenger
Podcast-Hosts von „Investier oder Verlier“
Mission: Investieren verständlich, ehrlich und auf Augenhöhe erklären.

Andere Beiträge

Häufige Fragen

Eine Vermögenspyramide ist eine dreistufige Aufteilung deines Anlagekapitals nach Risiko-Funktion. Das Fundament enthält den größten Teil mit niedrigem Risiko, die mittlere Beimischung dient dem aktiven Trading auf Trends, die Spitze ist Spekulation mit Totalverlust-Risiko. Die Trading Brothers nutzen die Vermögenspyramide als Steuerungsinstrument für ihre gesamte Asset Allocation.

Nicht zwingend. Wenn du dich bewusst für einen ETF-Sparplan entschieden hast und mit der zu erwartenden Marktrendite zufrieden bist, ist das eine vollkommen gültige Strategie. Eine Vermögenspyramide wird erst dann interessant, wenn du mehr Zeit in die Märkte investieren willst und gleichzeitig dein Kapital nach Risiko-Ebenen trennen möchtest. Die Trading Brothers würden dir ihr Modell nicht aufdrängen, sie machen ihren Mehraufwand nur dann, wenn am Ende auch Mehrrendite herauskommt.

In der Vermögenspyramide der Trading Brothers spielen ETFs aktuell keine Rolle, weil die beiden ausschließlich Einzelaktien bevorzugen. Falk Elsner schließt allerdings explizit nicht aus, dass sich das ändert. Für Privatanleger, die eine Vermögenspyramide selbst aufbauen wollen, sind ETFs ein legitimes Baustein-Werkzeug im Fundament, vor allem dann, wenn die Zeit für die Auswahl einzelner Aktien fehlt.

In der Beimischung der Vermögenspyramide handelst du auf nachvollziehbare Marktbewegungen, Themen wie Künstliche Intelligenz, Rüstung oder andere klar erkennbare Trends. Das Risiko ist real, aber bewertbar. In der Spitze landet, was sich nicht vollständig bewerten lässt. Die Trading Brothers nennen Bitcoin als Beispiel: Du kannst das Risiko nicht zu hundert Prozent abschätzen, deshalb darf hier nur ein kleiner Kapitalanteil arbeiten, mit dem ausdrücklichen Risiko des Totalverlusts.

Das Fundament der Vermögenspyramide pflegen die Trading Brothers selbst nur zweimal pro Jahr. Wer eine reine Fundament-Strategie fährt, kommt also mit relativ wenig Zeitaufwand aus. Sobald die Beimischung dazukommt, steigt der Aufwand deutlich: Markt-Screening, Positions-Überwachung, Stop-Loss-Management. Die Spitze braucht spezielles Wissen über das jeweilige Spekulationsobjekt, etwa Bitcoin oder ähnliche Werte.

Disclaimer:

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Die genannten Beispiele, Einschätzungen und Strategien sind allgemeiner Natur und berücksichtigen nicht deine persönliche Situation.
Investitionen in Wertpapiere, Fonds, ETFs oder andere Anlagen sind mit Risiken bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals verbunden. Triff deine Entscheidungen eigenverantwortlich und informiere dich bei Bedarf zusätzlich, z. B. bei einer unabhängigen Honorarberatung oder Steuerberatung.

Andere Beiträge