Täglich prasseln Börsennews, Podcasts, YouTube-Videos und Newsletter auf dich ein. Für Einsteiger ist das oft erdrückend – wo soll man anfangen, wenn man Börsenwissen aufbauen will? Wim Weimer kennt dieses Gefühl nicht als Außenseiter, sondern von innen: Er ist im journalistischen Börsenumfeld aufgewachsen, sein Vater stand einst auf dem Frankfurter Parkett, und heute verantwortet er als Director of Strategy and Sales bei der Weimar Media Group unter anderem die Finanzpublikation Börse am Sonntag. Lukas von Investier oder Verlier hat Wim auf der Invest Stuttgart – der größten deutschen Finanzmesse – im April 2026 getroffen. Das Gespräch zeigt: Börsenwissen entsteht nicht durch einen einmaligen Kurs. Es entsteht durch Neugier, die richtige Mischung aus Quellen und – vor allem – durch echte Erfahrung.
Vom Parkett in Frankfurt bis zur Invest Stuttgart – Wim Weimers Weg in den Finanzjournalismus
Wie eine Börsen-Challenge in der Familie zum echten Investment-Know-how wird
Wim Weimer ist kein typischer Quereinsteiger. Sein Vater war Journalist und erlebte den Frankfurter Börsenhandel hautnah – noch zu einer Zeit, als auf dem Parkett gehandelt wurde, nicht am Bildschirm. Diese Leidenschaft übertrug sich. Doch was Wim von vielen unterscheidet, ist der Weg, wie er Börsenwissen konkret aufgebaut hat: spielerisch, mit Wettbewerb-Charakter und echtem Risikogespür.
In der Familie startete man ein Musterdepot-Wettbewerb mit den jüngeren Geschwistern – zunächst mit virtuellem Geld, später mit echten Anlagen. Wer hat das bessere Händchen? Welche Aktie performt besser? Dieser spielerische Ansatz ist kein Zufall, sondern ein bewusstes Lernprinzip: Wissen, das mit Emotion verknüpft ist, bleibt.
„Das ist schön an der Börse, dass es so etwas Spielerisches hat – wenn man will, gewinnen will, den besten Fit raussuchen will.“
— Wim Weimer, Director of Strategy and Sales, Weimar Media Group
Warum familiäre Prägung allein nicht reicht – und eigene Erfahrungen zählen
Auch wer mit Börsenwissen aufwächst, muss seinen eigenen Weg gehen. Wim hat das konsequent gemacht: Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften arbeitete er bei UPS, dann bei LinkedIn in Dublin – beide Male bewusst außerhalb des Familienunternehmens. Erst im Sommer 2025 stieg er in die Weimar Media Group ein. Die Botschaft dahinter ist klar: Börsenwissen braucht eigene Erfahrung, nicht nur Theorie und familiäre Überlieferung.
Dublin war für ihn eine prägende Zeit – ein dynamisches, wachsendes Unternehmen, das in einem internationalen Umfeld operiert. Wer sich selbst in verschiedenen Kontexten behauptet hat, bringt eine andere Urteilsfähigkeit mit – auch an der Börse.
Börsenwissen aufbauen heißt: Die richtigen Quellen kennen – Print, Digital und Podcasts
Was die „Börse am Sonntag“ und das Comeback des Printmagazins über Medienqualität verrät
Die Weimar Media Group hat in den letzten Jahren auf Digital gesetzt – Newsletter, Social Media, Webseitenaufbau. Doch 2026 kam der Schwenk zurück: Die Börse am Sonntag erscheint jetzt wieder als Print-Magazin, zweimal im Jahr. Der Grund ist so simpel wie aufschlussreich: Das Haptische funktioniert. Wer am Sonntagnachmittag auf dem Sofa liegt, einen Kaffee trinkt und in Ruhe stöbert, erlebt einen anderen Qualitätsmoment als beim Scrollen durch News-Apps.
Für dich als Anleger bedeutet das: Kombiniere beides. Print für Tiefe, Digital für Aktualität. Ein Wochenartikel in einem Finanzmagazin kann Zusammenhänge aufzeigen, die kein Breaking-News-Push-Notification schafft. Auf der Invest Stuttgart und beim Börsentag in München war die Print-Ausgabe schnell vergriffen.
„Print ist noch nicht tot. Das ist die gute Nachricht.“
— Wim Weimer, Director of Strategy and Sales, Weimar Media Group
Finanzmessen als unterschätzte Wissensquelle – was du auf der Invest Stuttgart lernst
Wissen lässt sich nicht nur lesen und hören – es lässt sich auch direkt erleben. Die Invest Stuttgart und der Anlegertag München sind genau solche Orte: Hier treffen Privatanleger auf Experten, Journalisten auf Fondsmanager, Einsteiger auf erfahrene Investoren. Es gibt Vorträge, Ausstellerstände und – am wertvollsten – direkte Gespräche, die du online nicht bekommst.
Lukas und Wim haben sich genau so kennengelernt: persönlich, auf dem Anlegertag in München. Daraus entstand dieses Interview. Finanzmessen sind keine elitären Veranstaltungen – sie sind für jeden zugänglich, der Börsenwissen aufbauen will.
Kein Königsweg – aber ein klares Prinzip: So baust du kontinuierlich Börsenwissen auf
Kurzfristig vs. langfristig – warum dein Anlegertyp bestimmt, wie viel Wissen du brauchst
Wim Weimer macht eine wichtige Unterscheidung: Nicht jeder Anleger braucht gleich viel Börsenwissen. Wer auf kurzfristige Gewinne aus ist, handelt aktiv und muss ständig informiert sein. Wer langfristig investiert und auf Buy-and-hold setzt, braucht ein stabiles Grundwissen, aber keine tägliche Marktbeobachtung.
Entscheidend ist also zuerst die Frage: Was bin ich für ein Anleger? Daraus folgt, wie viel Zeit du in deinen Wissensaufbau investieren musst – und in welchen Bereichen.
Lesen, Hören, Sprechen – die drei Säulen für systematischen Wissensaufbau
Wim Weimers Antwort auf die Frage, wie man Börsenwissen aufbaut, ist überraschend konkret und gleichzeitig simpel: lesen, hören, sprechen. Nicht als gelegentliche Aktivität, sondern als Routine. Eine Podcast-Episode pro Woche – zum Beispiel Investier oder Verlier. Ein Magazinartikel aus der Börse am Sonntag. Ein Gespräch mit jemandem, der investiert.
Das klingt nach wenig. Aber wer diese Routine drei Monate durchhält, hat ein völlig anderes Basiswissen als jemand, der nur sporadisch investiert – und das ohne Kosten, ohne Kurs, ohne Zertifikat.
„Es gibt nicht den Königsweg, aber dass man sich mit der Thematik auseinandersetzt – indem man liest, indem man hört, indem man darüber spricht – das ist da entscheidend.“
— Wim Weimer, Director of Strategy and Sales, Weimar Media Group
Alternative Anlageklassen als Erweiterung deines Börsenwissens – Whisky, Krypto, Rohstoffe
Was alternative Investments mit Börsenwissen zu tun haben
Wer sich ernsthaft mit Investing beschäftigt, stößt zwangsläufig auf alternative Anlageklassen. Wim Weimer hat das selbst beobachtet: Er spricht mit Leuten, die in jahrhundertealten Whisky investieren. Er sieht, wie Kryptowährungen immer mehr Anleger anziehen. Und er beobachtet, dass Rohstoffe – gerade in volatilen Phasen – als Portfolio-Ergänzung interessanter werden.
Das zeigt: Börsenwissen aufbauen bedeutet nicht nur, Aktien zu verstehen. Es bedeutet, das gesamte Spektrum der Anlageklassen zu kennen – und informiert entscheiden zu können, welche davon zu dir passen.
Wie du erkennst, ob eine alternative Anlageklasse wirklich zu dir passt
Das Grundprinzip formuliert Wim Weimer klar: Erst verstehen, dann entscheiden. Wer eine Anlageklasse nicht einschätzen kann, sollte kein Geld darin stecken. Das ist kein Urteil über einzelne Klassen – sondern das Prinzip, das Bildung vor Investition stellt. Kein Schritt in diesem Artikel ist eine Anlageempfehlung.
⚠️ Wichtig: Dieser Abschnitt dient ausschließlich der Bildung. Die genannten Anlageklassen sind keine Empfehlung. Investitionsentscheidungen triffst du eigenverantwortlich.
Was bedeutet das für dich als Anleger? – Die 3 konkreten Schritte
Schritt 1 – Starte mit einem Musterdepot (und mach es zur Challenge)
Du willst Börsenwissen aufbauen – ohne Risiko? Dann starte mit einem kostenlosen Musterdepot. Die meisten großen Depotanbieter stellen ein virtuelles Depot zur Verfügung, mit dem du mit Spielgeld echte Marktbewegungen nachverfolgen kannst. Beobachte, wie sich verschiedene Anlageklassen entwickeln. Das Musterdepot zeigt dir Marktbewegungen ohne echtes Risiko – und ist kein Aufruf zum späteren Kauf bestimmter Produkte.
Noch wirkungsvoller: Mach daraus eine Challenge. Starte mit Freunden oder Familienmitgliedern. Wer hat nach drei Monaten die bessere Rendite? Der Wettbewerb-Charakter sorgt dafür, dass du aktiv bleibst – genau wie Wim es in seiner Familie erlebt hat.
Schritt 2 – Baue deine Medienroutine auf: Podcast + Printmagazin + Community
Börsenwissen braucht Kontinuität. Kein Marathon, aber ein wöchentlicher Rhythmus:
1 Podcast-Episode pro Woche – Investier oder Verlier bietet dir Experteninterviews direkt von Finanzmessen.
1 Magazinbeitrag – die Börse am Sonntag erscheint zweimal jährlich als Print, regelmäßig online.
1 Gespräch – suche dir jemanden in deinem Umfeld, der investiert, und sprich über Ideen.
Diese Routine kostet dich wenig Zeit, ist aber eine der direktesten Formen, Börsenwissen aufzubauen.
Fazit – Börsenwissen aufbauen ist kein Sprint, sondern eine Gewohnheit
Wim Weimers Geschichte ist kein Märchen über privilegierte Herkunft. Sie ist eine Blaupause für jeden, der ernsthaft lernen will, zu investieren. Der spielerische Einstieg mit dem Musterdepot. Die Medienroutine aus Print, Digital und Podcast. Das Gespräch mit Menschen, die schon investieren. Und die Bereitschaft, den eigenen Anlegertyp zu kennen – bevor man eine Strategie wählt.
Es gibt keinen Königsweg. Aber es gibt ein klares Prinzip: Wer sich kontinuierlich damit auseinandersetzt, wird besser. Nicht von heute auf morgen – aber verlässlich.
🎧 Höre dir die vollständige Episode mit Wim Weimer auf Investier oder Verlier an. Und wenn du mit dem langfristig investieren lernen beginnen willst – starte mit einem kostenlosen Musterdepot und baue von dort.
Deine Key Takeaways:
- Börsenwissen entsteht durch kontinuierliches Lesen, Hören und Sprechen – nicht durch einen einmaligen Kurs.
Ein Musterdepot ist der spielerischste und risikoloseste Einstieg – am besten als Challenge mit Freunden oder Familie.
- Es gibt keinen universellen Königsweg – dein Anlegertyp bestimmt, wie viel Wissen du brauchst und welche Strategie passt.
- Auch alternative Anlageklassen (Whisky, Krypto, Rohstoffe) lohnen sich zu verstehen – aber nur investieren, was du verstehst.
- Qualitätsmedien kombinieren: Print für Tiefe (Börse am Sonntag), Digital für Aktualität, Podcasts für Einordnung.
Häufige Fragen
Wie kann ich als Anfänger Börsenwissen aufbauen – wo soll ich anfangen?
Der einfachste Einstieg ist ein kostenloses Musterdepot. Dort investierst du mit virtuellem Geld und verfolgst echte Marktbewegungen – ohne finanzielles Risiko. Parallel dazu hilft eine einfache Routine: eine Podcast-Episode pro Woche, ein Magazinbeitrag, ein Gespräch mit jemandem, der bereits investiert. Wim Weimer bringt es auf den Punkt: Wer liest, hört und spricht, baut Börsenwissen auf.
Was ist ein Musterdepot und wie hilft es mir beim Investieren lernen?
Ein Musterdepot ist ein virtuelles Wertpapierdepot mit Spielgeld. Du kannst Aktien, ETFs oder Fonds kaufen und verkaufen, ohne echtes Geld zu riskieren. Der Lerneffekt entsteht durch die Beobachtung: Warum steigt Aktie X? Warum fällt ETF Y? Wim Weimer hat dieses Prinzip als Kind mit seinen Geschwistern genutzt – als echten Wettbewerb, der Börsenwissen mit Spaßfaktor verbindet.
Was sind alternative Anlageklassen und sollten Einsteiger darin investieren?
Alternative Anlageklassen sind Investments jenseits klassischer Aktien und Anleihen – zum Beispiel Kryptowährungen, Rohstoffe oder Sammlerstücke wie Whisky. Sie bieten andere Rendite- und Risikoprofile, sind aber oft komplexer. Wim Weimers Ratschlag: Erst das Wissen aufbauen, dann investieren. Wer eine Anlageklasse nicht versteht, sollte kein Geld darin stecken. Keine Anlageempfehlung – nur Bildungsrahmen.
Lohnt sich der Besuch einer Finanzmesse wie der Invest Stuttgart für Privatanleger?
Ja – und das aus mehreren Gründen. Auf der Invest Stuttgart oder dem Anlegertag München triffst du Experten, Fondsmanager und Journalisten direkt. Du kannst Fragen stellen, die kein YouTube-Video beantwortet. Print-Ausgaben wie die Börse am Sonntag sind auf Messen schnell vergriffen – ein Zeichen, wie gefragt dieser persönliche Touchpoint ist. Für Privatanleger, die Börsenwissen aufbauen wollen, ist eine Finanzmesse eine der effektivsten Investitionen in das eigene Wissen.
Disclaimer:
Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Die genannten Beispiele, Einschätzungen und Strategien sind allgemeiner Natur und berücksichtigen nicht deine persönliche Situation.
Investitionen in Wertpapiere, Fonds, ETFs oder andere Anlagen sind mit Risiken bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals verbunden. Triff deine Entscheidungen eigenverantwortlich und informiere dich bei Bedarf zusätzlich, z. B. bei einer unabhängigen Honorarberatung oder Steuerberatung.

